Siemens-Mitarbeiter demonstrieren
Siemens-Mitarbeiter haben nach Angaben der IG Metall am Freitag deutschlandweit gegen den geplanten Abbau von Arbeitsplätzen bei dem Münchener Elektronikkonzern demonstriert.
"Die Fachkräfte werden morgen wieder fehlen", sagte IG-Metall-Vorstandsmitglied Bertin Eichler auf der Hauptkundgebung vor der Münchener Konzernzentrale. Siemens gefährde seine eigene Zukunft, wenn das Unternehmen tausende Mitarbeiter nach dem Rasenmäherprinzip rauswerfe, sagte das Aufsichtsratsmitglied vor 500 Mitarbeitern.
5500 Stellen in Deutschland betroffen
Bis zu 5500 Stellen könnten in Deutschland abgebaut werden. Auch
in Berlin und Düsseldorf demonstrierten nach Polizeiangaben mehr als
1500 Mitarbeiter gegen den Arbeitsplatzabbau.
Siemens33.400 Stellen weltweit betroffen
Siemens hatte im vergangenen Jahr den Abbau von 33.400 Stellen angekündigt, was etwa sieben Prozent der Belegschaft entspricht. Die kräftigsten Einschnitte sollte es dabei im Telekom-Bereich geben. Ende August hatte der Konzern zudem mitgeteilt, es könnten bis zu 4000 weitere Stellen bei der krisengeschüttelten Netzwerksparte ICN wegfallen.
Siemens kritisierte, die Demonstration schaffe zusätzliche Unsicherheit bei den Mitarbeitern. Dieser Druck helfe nicht bei der Lösung der Probleme, teilte der Konzern mit. Zudem gebe es keine Massenentlassungen, sondern nur "notwendige Anpassungsmaßnahmen" bei ICN und der Sparte Industrielle Dienstleistungen.
