Intels Itanium verletzt Intergraph-Patent
Ein US-Bundesrichter hat entschieden, dass der Chip-Hersteller Intel mit seinem Itanium-Prozessor ein Patent des Technologie-Unternehmens Intergraph verletzt.
Die Entscheidung wird Intel mindestens 150 Millionen USD kosten, so das "Wall Street Journal". Falls Intel in die Berufung geht und verliert, könnte die Strafe noch einmal um 100 Millionen USD steigen.
Bereits 300 Mio. USD an Intergraph gezahlt
Das PIC-Verfahren ist nicht der erste Konflikt, den die beiden
Unternehmen vor Gericht austragen. Bereits im April hatte der größte
Chipproduzent der Welt 300 Mio. USD an Intergraph gezahlt. In diesem
Verfahren hatte Intergraph seinen Gegner beschuldigt, mit seinen
Pentium-Prozessoren Patente auf den Clipper-Prozessor verletzt zu
haben.
Intel zahlt "freiwillig" 300 Mio. USDKlage läuft seit drei Jahren
Intergraph, aus Huntsville, Alabama, klagt seit drei Jahren.
In dem Streit geht es um das "Explicit Parallel Instruction Computing"-Verfahren [EPIC]. Die Technologie soll die Patente für "Parallel Instruction Computing" [PIC] von Intergraph aus den Jahren 1996 und 1997 verletzt haben.
Ein außergerichtlicher Vergleich war Ende September gescheitert.
Eine Milliarde USD in Itanium-Entwicklung investiert
Intel hat in die Entwicklung des 64-Bit-Prozessors bereits eine
Milliarde USD investiert.
Intels neuer 64-Bit-ProzessorIntel schwer enttäuscht
Ein Intel-Sprecher zeigte sich sehr enttäuscht von der Entscheidung durch Richter T. John Ward.
Man wolle den Richter ersuchen, das Urteil noch in den nächsten Tagen zurückzunehmen. Das Unternehmen halte den Prozess für äußerst wichtig.
