Echostar bekommt Hughes Electronics nicht
Die US-Telekomaufsichtsbehörde FCC hat dem Satellitensender Echostar die Übernahme von Hughes Electronics, zu der DirecTV gehört, untersagt.
Der Entscheid ist ein herber Rückschlag für den Westschweizer Hightech-Konzern Kudelski. Die Firma hatte große Hoffnungen in die Fusion gesetzt, denn Echostar und DirecTV wären mit 16,7 Mio. Kunden zum größten Satellitensender der USA geworden. Echostar ist ein Großkunde des Waadtländer Unternehmens.
Vor dem Entscheid der Aufsichtsbehörde waren Befürchtungen laut geworden, dass namentlich in ländlichen Gebieten, wo kein Kabelfernsehen zu empfangen ist, Wettbewerbsprobleme entstehen könnten. Vielfach wäre die neue Firma dort der einzige TV-Anbieter gewesen.
Hughes soll an EchoStar verkauft werdenHoffnungen geplatzt
Konzernchef Andre Kudelski hatte in der Vergangenheit wiederholt gesagt, eine Fusion zwischen EchoStar und DirecTV würde den Gewinn seines Konzerns um 40 bis 50 Prozent nach oben klettern lassen.
Er hatte sich durch die Fusion eine deutliche Erweiterung der Kundenbasis in den USA erhofft. Die zum Hughes-Konzern gehörende DirecTV benutzt nämlich die Technik von Kudelski-Konkurrent und News-Corp-Tochter NDS.
