10.10.2002

INFIZIERT

Bildquelle: ORF.at

80 Prozent Virenverseuchung in China

Mindestens 80 Prozent der in China benutzten Computer waren nach einer Meldung der Zeitung "China Daily" in diesem Jahr schon ein Mal mit Computer-Viren infiziert.

Dies habe eine sechswöchige Untersuchung des Nationalen Zentrums zur Bekämpfung von Computer-Viren ergeben, berichtete die Zeitung am Donnerstag.

Lediglich 16 Prozent der Computer-Nutzer hätten erklärt, in diesem Jahr keine einzige Virus-Attacke erlebt zu haben, zitierte das Blatt den Chefingenieur des Anti-Viren-Zentrums, Zhang Jian.

"Bugbear" ohne Bedeutung

Der jüngst entdeckte Computerwurm "Bugbear" spiele in der Volksrepublik China bisher allerdings offenbar noch keine bemerkenswerte Rolle, hieß es. "Bugbear" macht Computer angreifbar für Hacker, weil der elektronische Schädling die Tastaturanschläge aufzeichnet und damit unter Umständen Passwörter aufdeckt.

Bisher hat nur eine Minderheit der 1,3 Milliarden Chinesen Zugang zu einem Computer. Gleichwohl ist China nach Einschätzung von Experten der derzeit wohl weltweit interessanteste PC- und Internet-Markt.

45 Mio. Chinesen sind online

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres gingen in China allein zwölf Millionen Computer-Anwender erstmals ins Internet. Nach offiziellen Angaben können inzwischen 45 Millionen Chinesen im Netz surfen.