"Nebeldisplay" für Luftprojektionen
Finnische Forscher um Ismo Rakkolainen und Karri Palovuori von der Universität Tampere haben ein "Nebeldisplay" entwickelt, das physisch durchdrungen werden kann.
Das "Display", das allerdings eher eine Leinwand ist, besteht aus einem ruhigen, wirbelfreien Luftstrom, in den durch separate Düsen Nebel injiziert wird. Zusammen bilden die Nebelschicht und der turbulenzfreie Luftstrom eine dünne Oberfläche, die im Raum zu schweben scheint.
Auf diese können Filme und Bilder projiziert werden, wie zum Beispiel eine Ziegelwand, die durchschritten werden kann, ohne dass sie zu Bruch geht.
Der Prototyp des "WAVE" [Walk-thru Virtual Environment] wurde erstmals auf der Turku Science Exhibition vorgestellt. Die Einsatzmöglichkeiten des Nebeldisplays liegen in der Projektion von Bildern bei Kunstausstellungen, in der Werbung, in Themenparks sowie in Spiel-Applikationen.
WAVEBastelstunde
Die Nebelschicht ist nicht nur durchdringbar, die Leinwand ist laut ihren Entwicklern auch ungiftig, bruchfest und extrem leichtgewichtig: "Es gibt bereits einige wenige andere Nebelleinwand-Methoden, aber alle sind höchst unzuverlässig", erklärte Rakkolainen.
Rakkolainen startete die Entwicklung des Nebeldisplays in seinem eigenen Wohnzimmer. Da es keine finanzielle Unterstützung gab, wurden für das erste Modell des Displays Bananenschachteln und 2.000 Trinkhalme verwendet. Beim aktuellen Prototyp handelt es sich bereits um einen Display mit einer Höhe von 1,5 Metern.
