08.10.2002

SCHRUMPFEN

Bildquelle: dt

DT baut noch mehr Stellen ab

Die Deutsche Telekom hat weitere Pläne zum Stellenabbau vorgelegt, wonach bis Ende 2005 nun weltweit rund 46.000 Mitarbeiter mit der Streichung ihres Jobs rechnen müssen.

Ein Telekom-Sprecher sagte am Dienstag in Bonn: "Realistisch ist der Abbau von rund 46.000 Stellen bis Ende 2005." Dies sei in der mittelfristigen Personalplanung vorgesehen.

Den vorläufigen Planzahlen zufolge würden danach im Inland 35.000 und im Ausland 11.000 Arbeitsplätze wegfallen.

Schuldenberg

Die Telekom hat sich angesichts ihrer hohen Verschuldung von 64,2 Milliarden Euro einen strikten Sparkurs verordnet. Bis Ende des kommenden Jahres soll die Verschuldung durch Effizienzsteigerungen und Beteiligungsverkäufe auf rund 50 Milliarden Euro sinken.

Der Sprecher bezeichnete zugleich einen Zeitungsbericht als "Worst-Case-Szenario", wonach die Telekom bis zum Jahr 2005 bis zu 55.000 Stellen streichen wolle. Über diese angeblich bei der Telekom gefährdete Stellenzahl berichtete die deutsche Tageszeitung "Die Welt" am Dienstag vorab aus ihrer Mittwochausgabe.

Diese Zahl sei "hochgerechnet" und basiere nicht auf derzeitigen Planungen des Unternehmens, sagte der Telekom-Sprecher. Beispielsweise sei darin ein Arbeitsplatzabbau bei der Systemhaus-Tochter T-Systems oder der Mobilfunktochter T-Mobile enthalten, die jedoch noch nicht beschlossen seien.