Vivendi will 3,5 Milliarden Euro für VUP
Der hoch verschuldete Medienkonzern Vivendi Universal hat potenzielle Bieter für seine Verlagssparte Vivendi Universal Publishing [VUP] vor Versuchen, den Preis zu drücken, gewarnt.
Geboten, die unter den von Seiten des Unternehmens erwarteten 3,5 bis vier Mrd. Euro liegen, werden demnach kaum Chancen auf Erfolg eingeräumt, berichtet die "Financial Times" [FT].
Bisher sind drei Bieterkonsortien bekannt, die an der Verlagsgruppe interessiert sind. Allerdings sollen sie alle weniger als drei Milliarden Euro geboten haben.
Schuldenberg von 19 Mrd. Euro
Die an sich sehr begehrte Verlagssparte von Vivendi Universal
soll der größte Brocken beim Schuldenabbau des französischen
Mediengiganten sein. Insgesamt will Vivendi-Chef Jean-Rene Fourtou
Beteiligungen im Wert von zwölf Mrd. Euro verkaufen, um den
Schuldenberg von 19 Mrd. Euro anzubauen.
Ein Rettungsplan für VivendiDie drei Bietergruppen
Die drei Bietergruppen für VUP sind die französische Beteiligungsgesellschaft Eurazeo gemeinsam mit dem US-Unternehmen Carlyle Group, die PAI, die Private-Equity-Tochter von BNP-Paribas, gemeinsam mit der Blackstone Group, Kohlberg Kravis Roberts & Co und Thomas H. Lee Partners sowie eine vom französischen Medien-, Luftfahrt- und Rüstungskonzern Lagardere angeführte Gruppe.
Die drei Investorengruppen wollen die Vivendi-Assets nicht überbewerten, berichtet die "FT". Einige Bereiche von VUP, vor allem die lateinamerikanischen Assets, würden möglicherweise schon im Laufe des Bieterverfahrens an Wert verlieren.
