07.10.2002

ERSTMALS

Bildquelle: ORF.at

Russischer Hacker in den USA verurteilt

Ein russischer Hacker ist in den USA wegen Computerkriminalität zu drei Jahren Gefängnis und 690.000 USD Geldstrafe verurteilt worden.

Mit dem Fall ist es dem FBI zum ersten Mal gelungen, ausländische Hacker in die USA zu locken, um sie dann vor Gericht zu bringen und zu verurteilen.

Rechner außerhalb der USA "gehackt" und Daten als Beweismittel gespeichert

Im Jahr 2000 wurden die beiden russischen Computer-Hacker Wassily Gorshkov und Alexej Ivanov mit einem fingierten Jobangebot der Tarnfirma "Invita" in die USA gelockt.

Bei einer "Probearbeit" der beiden Neuankömmlinge für ihre angeblichen neuen Jobs spionierte das FBI deren Passwörter aus und nutzte diese, um in Netzwerke in Moskau einzudringen und Beweise gegen die beiden Russen zu sammeln.

Russland protestierte gegen Hack-Methoden

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hatte Anfang August formell gegen die illegalen Methoden der FBI-Agenten protestiert, mit dem russische Datennetze abgehört wurden.

Das FBI rechtfertigte sein Vorgehen mit der mangelnden Bereitschaft der russischen Behörden zur Amtshilfe.

Die US-Regierung und der zuständige Richter haben den russischen Behörden jeden Zugriff auf die betroffenen FBI-Agenten verweigert.