Mobilfunker Orange überlegt Rückzug
Der Mobilfunkkonzern Orange könnte sein UMTS Engagement in Schweden beenden und sich auch aus Minderheitsbeteiligungen zurückziehen.
Dabei könnte es auch zu einer Änderung der Eigentümerstruktur bei Österreichs drittgrößtem Mobildunkfunternehmen Connect Austria ["One"] kommen.
Orange, Tochter der France Telecom, hält dort derzeit 17,45 Prozent der Anteile.
Thierry Breton
Die France Telecom steht vor einem hohen Schuldenberg. Manger
Thierry Breton steht vor der schwierigen Aufgabe, die Schulden
deutlich zu reduzieren.
Thierry Breton wird France-Telecom-ChefSchweden gewährt keinen Aufschub
Als Begründung für den möglichen Rückzug aus Schweden würde die Weigerung der dortigen Behörde, Orange einen Aufschub von drei Jahren für die Errichtung eines UMTS-Netzes zu gewähren, herangezogen.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern waren die UTMS-Lizenzen in Schweden nicht im Rahmen einer Versteigerung für teures Geld vergeben worden. Die Werber haben die Lizenzen quasi kostenlos erhalten, mussten dafür aber den frühen Start ihrer Netze versprechen.
Orange will drei Jahre UMTS-AufschubMutter France Telecom hat Schuldenproblem
Verschiedenen Medienberichten zu Folge soll bei der france Telecom derzeit überlegt werden, Orange Schweden zu verkaufen oder überhaupt die UMTS-Lizenz zurückzulegen.
Gleichzeitig werde daran gedacht, sich aus allen Minderheitsbeteiligungen im Ausland, also auch aus dem österreichischen Mobilfunker One, zurückzuziehen.
Ziel dieser Verkäufe wäre ganz klar die Reduzierung des Schuldenberges der Mutter France Telecom.
