A4tech-Keyboards mit schrägen Tasten
Der taiwanesische Hersteller von Eingabegeräten und Lautsprechern, A4tech, hat auf der ifabo 2002 neue Tastaturen vorgestellt, die das "Repetitive Strain Injury"-Syndrom verhindern helfen sollen. Die auffallendste Besonderheit ist die Form der einzelnen Tasten. Sie sind nicht, wie üblich, quadratisch, sondern großteils parallelogrammförmig.
In der futureZone war ein solches Keyboard [KBS-835RP] seit der ifabo im Testeinsatz. Die größte Überraschung war eine positive: auch blind schreibende User benötigen überhaupt keine Eingewöhnungszeit.
Dies unterscheidet das Produkt deutlich von Versuchen anderer Unternehmen, "gesündere" Tastaturen auf den Markt zu bringen. Bekanntestes Beispiel ist Microsofts "Natural Keyboard", die geschwungene Tastatur mit den zwei getrennten Tastenblöcken.
Kein "Loch"
Bei A4techs Produkten gibt es so ein "Loch" nicht, es wurde
lediglich die Form der einzelnen Tasten verändert. Die mittleren
Tasten [6-z-h-n-Leertaste] sind trapezförmig. Die Taten links davon
stellen nach rechts geneigte Paralleloide dar, die Tasten auf der
rechten Seite sind entsprechend nach links geneigt.
A4tech über die "Anti-RSI Gesundheits-Tastaturen"Das von der fuZo getestete Produktpaket [RFKBS-80P, Preis: 49,90 Euro] enthält neben einer kabellosen Tastatur auch noch eine ebensolche optische Maus. Für die Verbindung zum PC kann zwischen jeweiles zwei Funkkanälen gewählt werden.
Mitgeliefert werden die benötigten Batterien, der Empfänger [welcher über zwei PS/2-Anschlüsse an den Computer angeschlossen wird], ein USB-Kabel zum Aufladen der Maus [alternativ können auch die meisten Nokia-Ladegeräte oder, wie im fuZo-Versuch festgestellt, auch Psion-Ladegeräte genutzt werden] und eine Treiberdiskette [alle Windows-Versionen, DOS ab Version 3.3]. Wer kein Diskettenlaufwerk hat, kann die Treiber von der A4tech-Site herunterladen.
Die Geräte funktionieren auch ohne Treiber einwandfrei unter Windows 98 sind dann allerdings die 23 zusätzlichen Multimedia- und Internetbrowser-Tasten ohne Funktion. Unter WinXP arbeiten sie auch ohne eigene Installation von Treibern.
A4tech schreibt
"Die traditionellen Tastaturen haben die Form eines Schachfeldes,
wobei die Tasten rechtwinklig zueinander angeordnet sind. Die
Bewegung der Finger richtet sich aufgrund der Tastenanordnung mit
leichter Neigung nach links ¿ unter Berücksichtigung der vertikalen
Trennung in der Mitte der Tastatur. Aufgrund dieser nicht der
Ergonomie entsprechenden Anordnung kommt es häufig zum Auftreten von
Schmerzen bei längerer Benutzung einer Tastatur." und verweist auf
eine amerikanische Publikation.
Computer Related Repetitive Strain InjuryNur die #-Taste ist ungewöhnlich platziert
Zur Maus, die nicht im Zentrum der fuZo-Aufmerksamkeit gestanden ist, sei erwähnt, dass sie auch in größeren Händen sehr angenehm liegt und der optische Sensor präzise zu arbeiten scheint.
Das Keyboard zeigte sich im Gebrauch angenehm leise und mit klar definierten Druckpunkten. Wie bereits erwähnt war keine Eingewöhnungszeit erforderlich, wenn man von der ungewohnten Positionierung der #-Taste [unterhalb der Eingabetaste, rechts der rechten Shift-Taste] absieht.
Layout führt zu anderer Handstellung
Auch der Behauptung des Herstellers, die oberen Tasten und die außenliegenden Tasten seien leichter erreichbar kann zumindest nicht widersprochen werden. Das Layout scheint in der Tat zu einer leicht veränderten Haltung der Hände zu führen.
Ob dies jedoch für alle Anwender gilt und tatsächlich gesundheitsfördernde Effekte bewirkt werden, konnte im durchgeführten Anwendungstest naturgemäß nicht geklärt werden.
Derzeit läuft eine entsprechende Studie an der TU Wien, deren erste Ergebnisse die Annahmen von A4tech bestätigen sollen.
Disclaimer
Die in diesem Artikel dargestellten Meinungen sind subjektive Eindrücke des Autors und eventuell weiterer fuZo-Schreiberlinge aufgrund nichtstandardisierter Tests beziehungsweise Anwendungsversuche.
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Informationen und Kontakt zur österreichischen Niederlassung von
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