04.10.2002

CEATEC

Bildquelle: orf on

Drei-Zentimeter-Disk speichert ein GB

Philips hat bei der Ceatec 2002 in Japan eine wieder beschreibbare optische Mini-Disk gezeigt. Die so genannte "Small Form Factor Optical Storage"-Scheibe [SFFO] hat einen Durchmesser von 30 Millimetern und fasst bis zu ein GB Daten.

Die Disks werden mit Blue-Laser-Technologie beschrieben und sollen Speicherkarten in kommenden Generationen von mobilen Geräten ersetzen.

Blaue Laserstrahlen arbeiten mit kürzeren Wellenlängen und machen es so möglich, die nahezu doppelte Datenmenge einer herkömmlichen CD auf einem Scheibchen in Größe einer Zwei-Euro-Münze zu speichern.

Tragbares Laufwerk

Philips hat die SFFOS-Technologie bereits Anfang des Jahres erstmals angekündigt. Bei der Ceatec hat der Hersteller die Technologie jetzt vor breitem Publikum vorgeführt.

Das Blue-Laser-Laufwerk, in dem die Disk steckt, ist nach Angaben von Philips 5,6 mal 3,4 mal 0,75 Zentimeter klein. Philips hat bei den ersten Tests MP3-Daten gespeichert.

Blaue Laser für "klassische" CDs

Die Unterstützer der Blu-ray-Technologie wie Sony, Pioneer, Matsushita und andere haben auf der Messe unterdessen die ersten Prototypen für DVD-Rekorder unter dem Format vorgestellt.

Neben Recordern wurden auch die ersten Medien präsentiert: Blu-ray-DVDs gibt es bereits mit 23,3, 25 und 27 Gigabyte Kapazität. Demnächst sollen auch Scheiben mit zwei Layern vorgestellt werden, deren Fassungsvermögen deutlich höher ist.

Zwei Formate

Toshiba hat schließlich erstmals seine Advanced-Optical-Disc [AOD]-Technologie demonstriert.

Dabei handelt es sich um ein konkurrierendes Format zu Blu-ray-Disk. Dabei bleibt AOD mit 20 GB pro Layer jedoch hinter den 27 GB von Blu-ray zurück.

Mit den beiden Formaten zeichnet sich ein neuer Konflikt der Standards ab, der nach dem Chaos bei den bereits existierenden beschreibbaren DVD-Varianten eigentlich vermieden werden sollte. Im Februar hatten sich die meisten Hersteller auf den einheitlichen Blu-ray-Standard vereinheitlicht. Die Unterstützer schlossen sich mit ihrer Initiative jedoch nicht dem Industrieverband DVD-Forum an, da es sich ihrer Ansicht nach um eine völlig neue Technologie handelte. Toshiba erklärte daraufhin seine AOD zum legitimen Nachfolger der Video-DVD und ordnete sich dem Verband, der das Recht hat, DVD-Formate zum Standard zu erklären, unter.