03.10.2002

IP-PAKETE

Bildquelle: Mitsubishi

Mitsubishi entwickelt Handy für WLANs

Für Telefonate über Funk-LANs, aber auch über andere drahtlose Netze wie das "Personal Handyphone System" [PHS] ist ein Mobiltelefon gedacht, das Mitsubishi auf der Messe Ceatec 2002 in Tokio präsentierte.

Das Gerät sieht wie ein gewöhnliches Handy aus, hat aber an der Rückseite einen Slot für eine Compact-Flash-Karte. Steckt der Benutzer dort einen WLAN-Adapter hinein, kann er über ein lokales Funknetz Telefonate führen.

Die Sprachdaten werden dazu in IP-Pakete verpackt. Will der User dagegen das PHS-Netz nutzen, das japanische Pendant zur DECT-Technik, wechselt er einfach die Flash-Karte aus.

Weltweit einsetzbar

Katsujoshi Kojima, Entwickler in Mitsubishis Unternehmensbereich Halbleiter, geht davon aus, dass Anwender das IP-Mobiltelefon künftig nicht nur in Firmennetzen, sondern weltweit einsetzen können. Voraussetzung dafür sind IP-Telefonie-Serviceprovider, die beispielsweise WLAN-Hotspots auf Flughäfen oder Kongresszentren anbieten.

Auch die Gerätehersteller könnten von der neuen Technik profitieren: Da die Funktechnik in der Flash-Karte steckt, ist es nicht erforderlich, sie in die Telefone zu integrieren.

Die Anbieter müssten somit nicht mehr für jede Region eine Variante ihrer Systeme entwickeln, die den dort gültigen Frequenzbestimmungen entspricht.