New Yorker Internet World in der Krise
Die New Yorker Internet World, einst eine der bedeutendsten Branchenmessen, steckt in der Krise.
Auf die am Donnerstag zu Ende gehende High-Tech-Messe haben sich nur noch 100 Aussteller verirrt, nachdem im Vorjahr noch 260 Aussteller anwesend waren.
Wenige Aussteller
Die belegte Fläche schrumpfte gar auf ein Viertel. Vor zwei
Jahren hatten noch 1.000 Aussteller auf 4.000 Ständen ihre Produkte
und Dienstleistungen präsentiert.
Internet World in New YorkKaum Besucher
In diesem Jahr fehlten vor allem bedeutende E-Commerce-Unternehmen wie Amazon, eBay und Covisint, die Einkaufsplattform der Automobilindustrie.
Was die genaue Besucheranzahl betrifft, hüllte man sich bei der Messe in Schweigen.
Ein Indiz für die mangelnde Resonanz waren aber die Eröffnungsveranstaltungen von Microsoft, Computer Associates und Sprint, zu denen sich nur 150 bis 200 Teilnehmer eingefunden hatten. Im Vorjahr hatten diese Events noch zehn Mal so viele Besucher angelockt.
Und das geringe Publikumsinteresse war berechtigt, denn die Veranstaltung präsentierte keine Neuheiten.
Einzig die US-Telefongesellschaft Sprint, die als Sponsor der Internet World fungierte, stellte das kürzlich landesweit eingeführte Mobilfunknetz der dritten Generation vor.
Düstere Perspektiven für 2003
Einziger deutscher Aussteller war das Hamburger Software-Haus
Gauss, ein Hersteller von Contentmanagement-Software. Doch auch
Gauss-Mitarbeiterin Miriam Hirschler stellte klar: "Im nächsten Jahr
sind wir definitiv nicht mehr dabei."
Gauss
