03.10.2002

US-KONGRESS

Bildquelle: Photodisc

Entwurf fordert Recht auf Sicherheitskopie

Die Kongressabgeordnete Zoe Lofgren hat nun einen Gesetzesvorschlag eingebracht, der klären soll, wie die Konsumenten elektronische Medien, Bücher und Software nutzen dürfen, ohne gegen die immer strikter werdenden Urheberrechtsgesetze zu verstoßen.

Der "Digital Choice and Freedom Act of 2002" soll Konsumenten schützen, die Sicherheitskopien von legal erworbenem digitalen Material anfertigen.

Der Entwurf soll weiters den "Digital Millennium Copyright Act" novellieren, sodass die Konsumenten mögliche technische Kopierschutzvorkehrungen umgehen dürfen, solange sie vorhaben, das Material legal zu nutzen.

Sicherheitskopien erstellen

Lofgrens Engagement zielt darauf ab, die Diskussion über Urheberrechte im digitalen Zeitalter neu zu entfachen.

In ihren Anstrengungen, Piraterie zu bremsen, beschneidet die Unterhaltungsindustrie immer mehr die Rechte der Käufer, indem sie verhindern, dass digitale Inhalte genauso verwendet werden können wie vor ihnen auch analoge Inhalte.

Durch aggressive Rechtsstreitigkeiten und Lobbying hat es Hollywood geschafft, es den Leuten unmöglich zu machen, Sicherheitskopien ihrer Arbeiten zu erstellen, ohne dabei gegen das Gesetz zu verstoßen.

Antwort auf die Forderungen der Unterhaltungsindustrie

Die Bestrebungen der Mitglieder des Kongresses sind eine Antwort auf die Forderungen der Unterhaltungsindustrie nach der Einführung eindeutiger Copyright-Regelungen und entsprechender technischer Maßnahmen.

Nachdem US-Fernsehsender bis 2006 auf digitale Signale umstellen sollen, verlangt zum Beispiel die Filmindustrie, dass neue Produkte mit sicheren Kopierschutztechnologien ausgerüstet sein sollen, um zu verhindern, dass die Nutzer Filme einfach aufnehmen und über das Internet verteilen können.