UMTS, Copyright und "intelligente" Chips
Die Entwicklung der IT-Industrie in den nächsten Jahren wird von der Kombination aus Wireless-Geräten und Internet bestimmt werden.
Diese Meinung vertrat Intel-Chef, Craig Barrett, heute in München: "Die Anwender werden in Zukunft über unterschiedliche Übertragungstechniken auf ihre Daten und Medien zugreifen", sagte Barrett.
Er hält es auch für möglich, dass Intel in seine Chips UMTS-Funktionen integrieren werde. Letztlich würden alle Geräte, ob PC und TV oder PC und Handy und Handheldcomputer, über unterschiedliche Techniken miteinander kommunizieren.
"Die mobil verfügbare Bandbreite wird auf jeden Fall anwachsen, egal ob UMTS ein Erfolg wird oder nicht." Für den Mobilfunk der Zukunft sagt Barrett ein Nebeneinander von UMTS-Netzen und drahtlosen Computer-Netzwerken wie Wi-Fi voraus.
Intel goes WirelessKein Patentrezept Urheberrechtschutz
Als große Herausforderung bezeichnete Barrett den "Schutz von Urheberrechten im Internetzeitalter". Eine einfache Lösung gebe es hier nicht.
Vielmehr müssen Regierungen, Anbieter von Inhalten und die Musikindustrie an einem Strang ziehen, um gemeinsam Urheberrechtsverletzungen und illegalen Dateientausch zu unterbinden.
Bemerkenswert an dieser Aussage ist vor allem, dass Barrett dabei die Hardware-Industrie außen vor läßt.
Pentium 4 mit "Viren- und Hackerschutz"Taktrate ist nicht alles
Für Intel wird es nach Barretts Auffassung in den nächsten Jahren darum gehen, immer leistungsfähigere Prozessoren anzubieten. Dabei sei die Taktrate allerdings nur ein Faktor. Die Prozessoren müssten auch "intelligenter" rechnen.
Einen ersten Schritt setze Intel dabei mit seiner Hyperthreading-Technolgie, die es ermöglicht, unterschiedliche Prozesse eines oder mehrerer Programme ähnlich wie bei Dual-Prozessor-Systemen parallel abzuarbeiten.
Pentium 4 ab drei GHz mit neuem KernEnde der Talfahrt nicht absehbar
Das Ende der wirtschaftlichen Talfahrt in der IT-Branche ist nach Ansicht von Barrett unterdessen nicht absehbar. "In Europa, den USA und Japan steckt die Branche in der schlimmsten Rezession seit 30 Jahren. Keiner weiß, wann es wieder aufwärts gehen wird", sagte Barrett.
Intel selbst habe seit 2000 rund ein Fünftel des Umsatzes verloren, sei aber gut gerüstet, wenn die Konjunktur wieder anspringe. "Aber ich kann nicht sagen, wann das sein wird."
Intel "stark aus der Krise"
