Internet aus der Steckdose hat Zukunft
Die Vorfreude auf superschnelle Internetanschlüsse über herkömmliche Stromleitungen, die ganz normal weiterverwendet werden können, ist inzwischen einer verbreiteten Resignation gewichen.
Zuviele technische Probleme sind bei der Realisierung aufgetreten, viele Pilotversuche wurden inzwischen wieder eingestellt.
Dass die Technologie jedenfalls Zukunft hat, wenn auch in einem ganz anderen Maßstab, zeigt ein neues Gerät aus Deutschland.
RWE steigt aus
Der Deutsche Stromriese RWE will sein Powerline-Netz zum
Monatsende einstellen.
Neuer Rückschlag für PowerlineSimple Installation
Der bayrische Kommunikationstechnik-Spezialist KraftCom hat ein Produkt namens PowerNET auf den Markt gebracht, mit dem in Wohnungen und Häusern Computernetzwerke [LANa] über bestehende normale Stromkabel [230V] realisiert werden können.
Das Gerät wird mittels Ethernet-Kabel mit dem Computer einerseits und mit einer beliebigen Steckdose andererseits verbunden. Es sollen keine Treiberinstallationen oder weitere technische Vorrichtungen notwendig sein.
Will man das heimische Netzwerk mit dem Internet verbinden, schließt man ein derartiges Gerät einfach an eine Steckdose und an ein Kabelmodem oder einen DSL-Router an. Auch WLAN-Accesspoints können so in das Netzwerk integriert werden.
Verkauf derweil ohne Vertriebspartner
Kraftcom ist derzeit noch auf der Suche nach Vertriebspartnern.
Eine Bestellung ist allerdings schon jetzt direkt bei dem Erzeuger
möglich. Der Preis eines Gerätes [füpr ein Netzwerk werden
mindestens zwei benötigt] liegt bei knapp 155 Euro [inklusive
AT-USt].
KraftCom PowerLANDetails
Die Reichweite des Netzwerkes soll bis zu 200 Meter betragen, in Häusern mit mehreren Wohnungen können unter Umständen auch Nachbarn erreicht werden.
Eine 56-bit-DES-Verschlüsselungssoftware für Windows und Linux kann aktiviert werden, um unerwünschtes Lauschen hintan zu halten.
Während die maximale Übertratungsgeschwindigkeit mit 14 Mbps angegeben wird, entspricht die effektive Bandbreite laut Kraftcom in etwa der von WLAN-Verbindungen und schwankt je nach Leitungsqualität zwischen fünf und acht Mbps.
Störungen durch andere Geräte wie Waschmaschinen und Kühlschränke soll durch automatische Frequenzwechsel ausgewichen werden.
