China schickt E-Waste in die USA zurück
Alte Computer und anderer Elektronikschrott bedrohen die Umwelt in Südostchina, Indien und Pakistan. Ungefähr 225 Tonnen High-Tech-Schrott werden allein aus den USA pro Woche in Entwicklungsländer exportiert.
China hat es nun satt, als Müllhalde für Elektroschrott zu dienen. Kurzerhand wurden 400 Tonnen an ausgedienten Computern in die USA zurückgeschickt.
Der Transfer von gefährlichen Abfällen wurde 1989 durch die Basler Konvention verboten. Die USA haben das Vertragswerk aber nicht ratifiziert.
High-Tech-Schrott bedroht Asiens UmweltMonitore, Tastaturen, Kopierer und TV-Geräte
Zollbeamte aus Wenzhou in der chinesischen Provinz Zhejiang schickten die 22 Container, jeder über zwölf Meter lang, diese Woche per Schiff in ihr Herkunftsland zurück.
"Da Adresse und Telefonnummer auf den Frachtpapieren gefälscht wurden, sind wir überzeugt, dass das ein vorsätzlicher Versuch war, den gefährlichen E-Waste einfach loszuwerden", sagt einer der Zöllner.
Die Container waren als "Elektronische Geräte" gekennzeichnet versandt worden und am 11. September in Wenzhou angekommen.
Da die Container von niemandem beansprucht wurden, öffneten die Beamten die Behälter und fanden dort zum Teil hochgiftige Altgeräte wie Monitore, Tastaturen, Kopierer und TV-Geräte.
