24.09.2002

JOBS

Siemens ICN wird neu strukturiert

Siemens will zur Kosteneinsparung ihre krisengeschüttelte Netzwerksparte [ICN] umgestalten.

Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung würden in dem Bereich zusammengefasst, um die Kosten nochmals zu senken, teilte der Konzern mit.

2.300 Stellen in der Zentrale in der Münchner Hofmannstraße würden wie angekündigt wegfallen. Bereichsleiter Thomas Ganswindt erklärte, der Umbau der unter anhaltender Nachfrageschwäche leidenden Sparte sei damit abgeschlossen.

Sparen trotz Wachstums

Der zukunftsträchtige Bereich Dienstleistungen für Netzbetreiber werde durch Gründung einer neuen Einheit ausgebaut, teilte Siemens weiter mit.

Ziel sei es, "in einem weiter schwachen Markt" die Kosten zu senken und Synergien zu schaffen.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2001/2002 [zum 30. September] hatte die mit der schwachen Nachfrage nach Telekom-Infrastruktur kämpfende Siemens-Sparte einen operativen Verlust von 366 Millionen Euro verbucht.

Siemens hat 2001 vor dem Hintergrund der Konjunkturflaute den Abbau von weltweit 33.400 Stellen angekündigt, was etwa sieben Prozent der Belegschaft entspricht. Die kräftigsten Einschnitte sollte es dabei im Telekom-Bereich geben. Eine Geschäftsbelebung ist nach Angaben aus Gewerkschaftskreisen nicht in Sicht. Das Unternehmen habe Arbeitnehmervertretern mitgeteilt, dass das Quartal zum 30. September in der ICN-Sparte noch schlechter als das vorangegangene Vierteljahr verlaufen sei, erfuhr Reuters aus den Kreisen. Ein Siemens-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab.