24.09.2002

ANGEPEILT

Bildquelle: esa

Satellitenortung in jedem Gerät

Motorola hat nach eigenen Angaben einen Durchbruch bei der Fertigung von GPS-Empfängern erzielt, der künftig die Integration der Satellitenortung in fast jedem elektronischen Gerät erschwinglich machen und gleichzeitig technisch vereinfachen soll.

Der neue GPS-Chip [Global Position System] von Motorola soll mit einem Großabnehmerpreis von rund zehn USD nur noch ein Viertel der bisherigen Lösungen kosten.

Außerdem hat das Unternehmen das GPS-Modul auf einem einzigen Chip untergebracht, der nur noch 49 Quadrat-Millimeter groß ist, was den Einbau auch in Handys und PDAs erleichtern soll.

Dazu soll der neue Chip auch noch einfacher zu integrieren sein und weniger Strom verbrauchen als bisherige GPS-Chip-Sets.

Know-how von IBM

Obwohl Motorola selbst große Chip-Produktionskapazitäten besitzt, hat sich das Unternehmen entschlossen, die GPS-Chips von IBM fertigen zu lassen.

Grund dürfte die übelegene Silizium-Germanium-Technologie sein, über die IBM verfügt.

Konkurrenz kommt erst 2008

Derzeit ist das GPS-System der US-Miliärs das einzige weltweit arbeitende Satelliten-Navigationssystem.

Die EU-Verkehrsminister haben allerdings im Frühjahr einstimmig den Fahrplan für das europäische System "Galileo" entschieden.

Alle im Blick

Neben professionellen Anwendungen, wie der Postionsbestimmungen von Mitarbeitern, die mit PDAs oder Handys unterwegs sind, sollten die neuen Motorola-Chips auch Anwendungen wie dem "Personal Locator" Auftrieb geben.