Satellitenortung in jedem Gerät
Motorola hat nach eigenen Angaben einen Durchbruch bei der Fertigung von GPS-Empfängern erzielt, der künftig die Integration der Satellitenortung in fast jedem elektronischen Gerät erschwinglich machen und gleichzeitig technisch vereinfachen soll.
Der neue GPS-Chip [Global Position System] von Motorola soll mit einem Großabnehmerpreis von rund zehn USD nur noch ein Viertel der bisherigen Lösungen kosten.
Außerdem hat das Unternehmen das GPS-Modul auf einem einzigen Chip untergebracht, der nur noch 49 Quadrat-Millimeter groß ist, was den Einbau auch in Handys und PDAs erleichtern soll.
Dazu soll der neue Chip auch noch einfacher zu integrieren sein und weniger Strom verbrauchen als bisherige GPS-Chip-Sets.
Motorola ist nicht das einzige Unternehmen, das von der "Satellitenortung für jedermann" träumt: Apple-Mitbegründer Stephen Wozniak kehrte unlängst mehr als zehn Jahre nach seinem Rückzug in die Geschäftswelt zurück. Der 51-Jährige hat eine Firma gegründet, die Verbraucherprodukte mit der weltweiten GPS-Ortungstechnologie entwickelt.
Satellitenortung für jedermannKnow-how von IBM
Obwohl Motorola selbst große Chip-Produktionskapazitäten besitzt, hat sich das Unternehmen entschlossen, die GPS-Chips von IBM fertigen zu lassen.
Grund dürfte die übelegene Silizium-Germanium-Technologie sein, über die IBM verfügt.
Der Materialmix ermöglicht höhere Leistungen bei deutlich geringerem Stromverbrauch.
Silizium-Germanium-Chips von IBMKonkurrenz kommt erst 2008
Derzeit ist das GPS-System der US-Miliärs das einzige weltweit arbeitende Satelliten-Navigationssystem.
Die EU-Verkehrsminister haben allerdings im Frühjahr einstimmig den Fahrplan für das europäische System "Galileo" entschieden.
Bis zum Jahr 2008 will die Gemeinschaft ein Netz von insgesamt 30 Satelliten im Weltall positionieren. Die Gesamtkosten für das Projekt werden auf 3,6 Milliarden Euro geschätzt.
Grünes Licht für EU-Satelliten-NavigationAlle im Blick
Neben professionellen Anwendungen, wie der Postionsbestimmungen von Mitarbeitern, die mit PDAs oder Handys unterwegs sind, sollten die neuen Motorola-Chips auch Anwendungen wie dem "Personal Locator" Auftrieb geben.
Beim "Personal Locator" handelt es sich um ein GPS-Gerät mit Pagerfunktion, das wie Handschellen so eingestellt werden kann, dass es nicht abzustreifen ist. Zielgruppe sind vor allem besorgte Eltern, die ihre Kinder im [geografischen] Blick behalten wollen.
Satelliten-Ortung für Kinder
