"Xbox-Neu" gegen Hacker und Kosten
Microsoft hat seine Konsole Xbox mit "kleineren Änderungen" versehen, die zum einen die Kosten senken und zum anderen "die Sicherheit erhöhen" sollen.
Mit dem letzten Punkt zielt der Konzern offensichtlich auf den Einsatz der populären Mod-Chips. Die Chips dienen der Aushebelung von Schutzmechanismen in der Xbox, um kopierte Spiele und andere nicht lizenzierte Software betreiben zu können.
In einschlägigen Foren, wie dem auf der Site "Xbox-Hacker", wird bereits berichtet, dass die Konsolen, die derzeit frisch aus der Produktion kommen, nicht mit den derzeit verfügbaren Mod-Chips kompatibel sind.
Microsoft behält sich bereits in der Nutzungslizenz für den Onlinespiele-Service "Xbox Live" die Sperrung des Angebots für Nutzer mit modifizierten Spielekonsolen vor.
Xbox-Online-Gaming nicht mit Mod-ChipHacker gefunden
Microsoft sucht bereits seit geraumer Zeit ganz offiziell "Xbox-Spezialisten", die die Mod-Chips unter die Lupe nehmen sollen.
Wie der Job-Description zu entnehmen ist, ist das Sammeln, Evaluieren und Analysieren der auf dem Markt befindlichen Mod-Chips Kernbestandteil der beruflichen Aufgabe. Entsprechende Sicherheitsdesigns, die den Mod-Chips entgegenwirken, sollen mitentwickelt werden.
Laut der Xbox-Sprecherin Molly O'Donnell sind die "Antihacker-Aktivitäten" des Konzerns jetzt erfolgreich gewesen: "Unser Hardware-Team kennt den Hacker-Kram sehr genau und versucht ständig, die Sicherheit daran anzupassen."
Microsoft sucht Xbox-HackerKosten reduzieren
Neben der Bekämpfung der von MS ungeliebten Mod-Chips soll auch die Realisierung von Kostenersparnissen zu Änderungen im Xbox-Design geführt haben.
Um dem Preisverfall der Konsole entgegenzuwirken, hat Microsoft die Produktionsstätte für den europäischen Markt bereits nach Doumen in China verlegt, wo bereits die Konsolen nach dem neuen Design gefertigt werden.
Die Fertigung in Mexiko, von wo aus die Konsolen nach Nordamerika geliefert werden, soll demnächst folgen.
Billigere Parts
Ausgetauscht wurde angeblich der Videochip für den TV-Output, der
in der Produktion um einige Dollar günstiger sein soll als der
bisher verwendete. Auch das Motherboard der Konsole soll gegen eine
kostengünstigere Version ausgetauscht worden sein. Und auch den
Grafkchip will MS billiger haben. Ein Schlichtungsverfahren mit
NVIDIA ist derzeit anhängig. Einen kostengünstigeren
Video-Encoder-Chip "FS454" soll künftig die Firma Focus Enhancements
liefern.
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