24.09.2002

PSEUDO-MMS

Bildquelle: Nokia/ORF

Video Messaging von T-Mobile Deutschland

Der "Nachfolger" der SMS heißt MMS und verspricht die Möglichkeit, Nachrichten von Handy zu Handy zu versenden, in die unterschiedliche Medien wie Texte, Bilder, Animationen, sowie Video- und Audiosequenzen integriert werden können.

T-Mobile Deutschland hat nun mitgeteilt, dass man jetzt "Versand von kurzen Videosequenzen via Handy" ermögliche.

Der Versand der Videosequenzen als MMS wird aber erst in Aussicht gestellt, derzeit ist es noch nicht so einfach. Man muss sich guter, alter E-Mails bedienen.

Das ist MMS [Multimedia Messaging System]

Bei MMS kann der Anwender unterschiedliche Medien wie Texte, Bilder, Animationen, Video- und Audiosequenzen in einer Nachricht verarbeiten und anschließend als Nachricht über das Mobilfunknetz verschicken. In technischer Hinsicht fungiert MMS als IP-basierte Lösung für die Übertragung von multimedialen Inhalten von und zu verschiedenen mobilen Endgeräten.

Ja, aber...

Um die neuen Funktionen nutzen zu können, muss ein Kunde wie folgt vorgehen.

Zu aller erst muss er ein Nokia 7650 Handy [welches eine Kamera eingebaut hat] sein Eigen nennen. Nachdem er dieses mit neuer Software ausgestattet hat, kann er über die im Handy eingebaute Kamera Videosequenzen aufnehmen, wobei die Größe der entstehenden Datei 95 KB nicht überschreiten darf. T-Mobile spricht also bewusst von "kurzen Videosequenzen".

Da die Kodierung der Daten dabei nach dem MPEG4-Standard erfolgt, lässt sich keine exakte Maximallänge eines "Filmes" in Minuten oder Sekunden angeben. Desto mehr Bewegung im Bild zu sehen ist, desto größer wird die Datenmenge.

Noch kein Video-MMS

Hat die Aufnahme geklappt, muss eine GPRS-Verbindung zum E-Mail-Server hergestellt und die MPEG-Datei als Attachment eines E-Mails an eine andere E-Mail-Adresse versandt werden.

Der Empfänger kann die Datei auf seinem Computer oder einem Nokia-7650-Handy ansehen, wenn er sie heruntergeladen und die entsprechende Software installiert hat.

Nicht nur handelt es sich also nicht um MMS, auch der Versand als E-Mail-Attachment hat einen Nachteil: aufgrund der Beschaffenheit der E-Mail-Protokolle werden angehängte Dateien um ein Siebentel größer. Der Versand via GPRS kann also etwas dauern, zumal der Upload vom Nokia 7650 auf maximal zwei GPRS-Kanäle limitiert ist.