Falsche Kauftipps kosten nur fünf Mio USD
Mit einer Zahlung von fünf Millionen USD ist die Citigroup-Tochter Salomon Smith Barney um eine offizielle Feststellung der Schuld in dem Skandal um irreführende Bewertungen von börsenotierten Unternehmen herumgekommen.
Konkret sollen der Star-Analyst Jack Grubman und seine Mitarbeiterin Christine Gochuico Berichte über den Breitband-Anbieter Winstar veröffentlich haben, die das Unternehmen lobten und andere Analysten, die weniger optimistische Analysen verfassten, in ein schlechtes Licht rückten.
Gleichzeitig sollen die beiden über die schlechte Lage des Unternehmens, welches letztes Jahr Gläubigerschutz beantragen musste, gewusst haben.
Auch eine umstrittene Empfehlung zum Kauf von At&T-Aktien 1999 stammt von Grubman.
Nächster Börsenskandal bahnt sich anCitigroup erfreut
Grubman hat Solomon Smith Barney im August verlassen müssen, als Untersuchungen aufgrund des Vorwurfs von Interessenkollisionen gegen ihn ins Laufen kamen. Er hatte inzwischen wertlose Aktien von Unternehmen wie WorldCom oder GlobalCrossing bis zuletzt zum Kauf empfohlen.
Die nun von Salomon an die von der Branche selbst gegründete NASD [National Association of Securities Dealers] gezahlte Summe verhindert weitere Ermittlungen gegen die Citigroup. Das Verfahren gegen Grubman und Gochuico läuft indes weiter.
Die Citigroup zeigte sich über das Verhandlungsergebnis erfreut, musste man so doch kein Schuldeingeständnis machen und lediglich fünf Millionen USD zahlen.
Ähnlicher Fall kostete Merill Lynch 100 Mio
