Qwest räumt Bilanzierungsfehler ein
Qwest Communications International hat am Sonntag Bilanzierungsfehler in Höhe von 950 Mio. USD eingeräumt. Der Umsatz war entstanden, indem das Unternehmen in den Jahren 2001 und 2000 Kapazitäten seines Glasfasernetzwerks im Tauschhandel an andere Carrier verkauft, und fast gleichzeitig zurückgekauft hatte.
Ein weiterer Betrag von 531 Mio. USD, der auf ähnlichem Wege generiert wurde, müsse wahrscheinlich ebenfalls ausgebucht werden, Bilanzprüfer war Arthur Andersen.
Bereits im Juli hatte Qwest Bilanzierungsunregelmäßigkeiten in der Höhe von rund 1,16 Mrd. USD eingestanden und bekannt gegeben, die Bücher neu zu überprüfen. Nun sind die "Fehler" bereits auf 1,48 Mrd. USD angewachsen. Gegen das Unternehmen aus Denver läuft eine Untersuchung der Securities and Exchange Commission [SEC] wegen Bilanzmanipulation, auch das Justizministerium ermittelt.
Kreative Buchhaltung auch bei QwestKursmanipulation
Nach Berichten der "New York Times" haben leitende Manager zudem beim Verkauf von Aktien des Unternehmens in der Zeit von 1999 bis 2001 ca. 500 Mio. USD verdient, die Kurse beruhten dabei auf den manipulierten Geschäftszahlen.
Qwest gab zudem an, das die Geschäftszahlen für das dritte Quartal von Abschreibungen belastet sein würden.
