Chip-Fusion Toshiba/Fujitsu geplatzt
Die japanischen Chiphersteller Toshiba und Fujitsu haben sich einem Medienbericht zufolge gegen eine Fusion als Folge ihrer geplanten Allianz im Bereich der Chipentwicklung entschieden.
Die Nachrichtenagentur Kyodo meldet unter Bezugnahme auf Fujitsu-Unternehmenskreise, die beiden Unternehmen hätten sich nicht auf eine vollständige Integration einigen können.
Hauptsächlich liege dies daran, dass Fujitsu seine Chipproduktion als Kerngeschäft beibehalten wolle.
Ein Gemeinschaftsunternehmen Fujitsu-Toshiba wäre nach Berechnungen von Analysten der weltweit zweitgrößte Chiphersteller nach dem US-Unternehmen Intel. Toshiba ist derzeit Japans größter Chiphersteller, Fujitsu rangiert auf Platz fünf der Branche. Anfang des Jhres waren auch die Verhandlungen von Infineon und Toshiba über eine Kooperation im Speichergeschäft geplatzt.
Kooperation Infineon - Toshiba geplatztFehlende Vorbilder
"Unsere Geschäftsmodelle wie die Hauptproduktlinien und Strategien unterscheiden sich und es gibt bisher noch keine Beispiele von [Fusions]-Erfolgen anderer Unternehmen", zitierte die Nachrichtenagentur einen Fujitsu-Mitarbeiter.
Im Rahmen dieser Allianz wollten die beiden Konzerne früheren Angaben zufolge Halbleiter für die Kommunikation und andere Anwendungen entwickeln. Aber bereits im August hatte Fujitsu gegenüber Reuters erklärt, es sei unwahrscheinlich, dass es bald zu einer vollständigen Fusion komme.
