BMVIT wurde reorganisiert
Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie [BMVIT] hat keine eigene Innovations-Sektion mehr. Im Zuge der neuen Geschäftseinteilung, die seit Anfang dieser Woche in Kraft ist, wurde die bisherige Sektion V, "Innovation und Technologie", mit dem Bereich "Telekommunikation" zusammengeführt.
Diese neue Sektion III, "Innovation und Telekommunikation", wird vom bisherigen Telekom-Sektionschef Hermann Weber geleitet. Mit der Organisationsreform wurde die Zahl der Sektionen im von Mathias Reichhold [FPÖ] geleiteten Ministerium von bisher fünf auf drei reduziert.
Neu geschaffen wurde die Sektion I, "Internationale Angelegenheiten und Koordination", deren Leitung noch nicht feststeht. Zu den Aufgaben zählen das Beteiligungsmanagement, der Generalverkehrsplan, Gesamt-Verkehrsmanagement, EU-Angelegenheiten sowie die Koordination der Infrastruktur- und Innovationspolitik.
Die neue Sektion II, "Infrastruktur", wird vom bisherigen Verkehrs-Sektionschef Christian Weissenburger geleitet. Sie umfasst alle Verkehrs-Agenden von der Straße über die Schiene bis zur Luft- und Schifffahrt. Die Sektion III umfasst neben dem Telekom- und Post-Bereich auch die Innovation.
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und TechnologieLob und Kritik
Mit der neuen Geschäftseinteilung sei "im Rahmen der Verwaltungsreform ein tief greifender Reorganisationsprozess abgeschlossen worden, der verantwortungsbewusst und unter größtmöglicher Einbindung der betroffenen Mitarbeiter sowie der Personalvertretung durchgeführt wurde", heißt es auf der BMVIT-Homepage.
"Damit sind wir als neu aufgestelltes Team bestmöglich für die zukünftigen Herausforderungen der Infrastruktur-, Telekom- und Innovationspolitik Österreichs gerüstet", wird der "Initiator und verantwortliche Gestalter" der Reform, der Generalsekretär des BMVIT, Friedrich Rödler, zitiert.
So positiv wie von Rödler wird die Reform allerdings nicht von allen gesehen. Beobachter sprechen von einem "nach außen hin sehr schlechten Signal", in Zeiten einer Forschungs-Offensive die Technologie-Agenden mit dem Telekom-Bereich zu vermischen.
