20 Jahre Haft für TV-Kidnapping
In China sind 15 Mitglieder der Falun-Gong-Bewegung zu Haftstrafen zwischen vier und 20 Jahren verurteilt worden.
Ihnen wurde vorgeworfen, an einer Reihe von "TV-Kidnappings" beteiligt gewesen zu sein, bei denen über verschiedene Kanäle Falun-Gong-Videos statt des regulären Programms gesendet wurden.
Das Urteil fällt auch mit einer offensichtlichen Zensur-Offensive in China vor dem bevorstehenden kommunistischen Parteitag zusammen.
Beobachter sprechen dabei von der "Great Fire Wall", da China offensichtlich auf wesentlich ausgefeiltere Technologien zurückgreift, als dies bei bisherigen Internet-Blockaden der Fall war.
China baut die "Great Fire Wall"Angeblich Satelliten gekapert
Die Angeklagten sollen Ende Juni sogar einen staatlichen Kommunikations-Satelliten für acht Tage übernommen haben. Auf 19 Fernsehsendern war danach angeblich nur noch das Programm von Falun Gong zu sehen.
Laut staatlichen Stellen ist der Satellit "Sinosat-1" von 23. bis 30. Juni gekapert worden.
Auf neun staatlichen und zehn Lokalsendern sei in dieser Zeit ein anderes Programm als von der chinesischen Regierung geplant gelaufen.
Falun Gong übernahm Satelliten-Kontrolle
