IT-Outsourcing nach Rumänien
Die im Rahmen des Osteuropa-Schwerpunktes auf der ifabo 2002 vertretenen rumänischen IT-Unternehmen wollen vor allem mit Outsourcing-Projekten in Österreich punkten:
"Wir bieten die gleiche Qualität wie Programmierer in Westeuropa zu deutlich geringeren Kosten", erklärte Botond Boer, Geschäftsführer von ambo consulting. "Österreich ist dabei besonders interessant für uns, da unser Unternehmenssitz in Satu Mare nur 600 Kilometer entfernt ist."
Boer, der zwölf Jahre in Deutschland tätig war, hat vor vier Jahren zusammen mit seinem Bruder das Unternehmen in Rumänien aufgebaut und bietet seine Dienstleistungen vor allem in Deutschland an. Nach seiner Ansicht sind österreichische Unternehmen bei der Vergabe von Outsourcing-Projekten noch eher zurückhaltend. In Österreich hat ambo consulting erst ein Projekt, das Reiseportal topaustria.com verwirklicht.
ambo consultingFlaute spürbar
Im Durchschnitt wickelt das Unternehmen sechs bis acht größere Outsourcing-Projekte im Jahr ab. Allerdings schlägt sich zurzeit die Flaute auf dem westeuropäischen Markt auch auf Rumäniens Outsourcing-Anbieter durch:
"Wir sind von unseren Partnern in Deutschland abhängig, dass diese genügend Projekte akquirieren. Daher versuchen wir zunehmend eigene Produkte, vor allem im Tourismusbereich, anzubieten", so Boer.
Ausschließlich auf Programmierdienstleistungen setzt das Unternehmen Adcos. Das Unternehmen bietet Outsourcing-Dienstleistungen unter anderem für Mobilfunkanwendungen sowie E- oder M-Commerce-Projekte an.
"Outsourcing-Projekte haben in Rumänien seit 1994 stark zugenommen", erklärte Jon Opitz, Managing Director von Adcos. "Die Kehrseite dieses Trends ist, dass viele Rumänen ihr Heimatland verlassen und nach Deutschland oder in die USA auswandern."
Adcos
