Zwei-GHz-Celeron bleibt ein Phantom
Bereits am Mittwoch hat Intel nach offizieller Lesart den neuen Celeron mit 2,0 GHz Taktfrequenz vorgestellt. Zu finden ist diese CPU aber bisher noch nirgends.
Mit dem neuen Celeron führt Intel nicht nur einen neuen "speed grade" ein, sondern steigt auch auf den beim Pentium 4 aktuellen Northwood-Kern um. Bisher basierte der Celeron für den Socket 478 auf dem Willamette-Kern mit 180 Nanometern Strukturbreite, jetzt ist auch er bei 130 Nanometern angekommen.
Intels Celerons sind in der Regel identisch mit der aktuellen Pentium-Linie, verfügen aber nur über einen halbierten L2-Cache und einen geringeren FSB-Takt. Da Northwood über 512 KByte L2-Cache verfügt, würde man beim neuen Celeron eigentlich 256 KByte erwarten, und damit so viel wie beim Willamette.
Das ergäbe aber einen zu geringen Leistungsunterschied, daher hat Intel beim Celeron mit zwei GHz jetzt den Cache geviertelt. Der Puffer ist also weiterhin, wie bei den bisherigen Celeronen, nur 128 KB groß. Mit dem neuen Kern überspringt Intel auch gleich einen speed grade, einen Celeron mit 1,9 GHz wird es nach Aussage von Intel Deutschland nicht geben.
Der neue CeleronNicht verfügbar
Wo es aber den Zwei-GHz-Celeron derzeit schon gibt, bleibt unterdessen rätselhaft. Offizielle Intel-Wiederverkäufer wie¿Alternate haben den Prozessor noch nicht im Programm. Die Website des Versandhändlers kündigt die Verfügbarkeit erst für den 24. September an.
Auch Dell, sonst immer der erste PC-Hersteller mit neuen Intel-Prozessoren, bewirbt auf seinen ¿US-Seiten nur Celeron-Rechner mit bis zu 1,8 GHz.
Intel Deutschland betont aber, die CPUs seien "definitiv" verfügbar. Intel scheint seiner Lowcost-CPU allerdings generell nicht mehr viel Aufmerksamkeit zu schenken:
Die US-Pressemitteilung zum neuen Celeron ist knappe drei Absätze lang, teilt aber immerhin noch den Preis mit: 103 USD sind in 1.000er-Stückzahlen für PC-Hersteller und Wiederverkäufer gefordert.
