Mehr neue DVDs als VHS-Videos
Die deutsche Video-Branche steuert dank des DVD-Booms in diesem Jahr erneut auf einen Umsatzrekord zu.
Aus Verkauf und Verleih seien Einnahmen zwischen 1,3 und 1,5 Mrd. Euro zu erwarten, teilte der deutsche Bundesverband Video am Donnerstag in Hamburg mit.
Im vergangenen Jahr hatte der Videoumsatz mit rund 1,15 Mrd. Euro erstmals die Schwelle von einer Milliarde überschritten.
50,5 aller Videomedien als DVD
Mittlerweile sei bereits jeder zweite verkaufte Bildtonträger
[50,5 Prozent] eine DVD, hieß es. Erstmals hat das DVD-Geschäft den
Umsatz mit VHS-Kassetten übertroffen: Auf dem Videomarkt werden etwa
zwei von drei Euro mit DVDs verdient.
Musikbranche hat den DVD-BluesDVD-Umsatz stieg um 139 Prozent
Im Jahr 2001 stieg der DVD-Umsatz um 139 Prozent auf 406,7 Millionen Euro. Damit werde der Umsatzrückgang um neun Prozent aus dem Verkauf von Videokassetten mehr als kompensiert, erklärte der Verband.
Beim Verleih setzt die DVD sich dagegen langsamer durch; im zweiten Quartal 2002 verdienten die Videotheken aber immerhin schon 21,5 Prozent an der Vermietung von DVDs.
Bereits 15,7 Prozent aller deutschen Haushalte sind nach Angaben des Verbandes mit einem DVD-Player ausgestattet. Ihre Verbreitung verlaufe damit etwa doppelt so schnell wie die der CD-Player in den 80er Jahren, so der Bundesverband Video.
Wie in den Jahren zuvor ist die DVD-Käuferschaft aber weiterhin überwiegend männlich geprägt. Etwa vier von fünf Kaufentscheidungen werden demnach von Männern getroffen.
