"Vier Lizenzen hätten gereicht"
Der ehemalige Chef der Regulierungsbehörde, Klaus-Dieter Scheurle, sieht die Schuld für die überhöhten UMTS-Preise nicht beim Staat.
"Es war die Entscheidung der Unternehmen, für die UMTS-Lizenzen so viel Geld auszugeben", sagte Scheurle am Donnerstag im ZDF-Morgenmagazin. An eine Rückzahlung des Geldes sei daher nicht zu denken.
Keinerlei Einfluss
Er selbst habe damals als Chef der Regulierungsbehörde keinerlei
Einfluss auf die Höhe der Lizenzpreise gehabt, betonte Scheurle, der
heute Berater bei der Schweizer Bank Credit Suisse First Boston ist.
Finnland will deutsches UMTS-Geld zurückVier Lizenzen hätten gereicht
Im Nachhinein sei die Frage, ob die Vergabe von sechs Lizenzen in Deutschland nicht übertrieben gewesen sei, "berechtigt", räumte der Ex-Regulierer ein. "Heute würde ich sagen, vier hätten auch ausgereicht."
Bei der Versteigerung der sechs UMTS-Mobilfunklizenzen im Sommer 2000 hatten sechs von ursprünglich sieben Bietern eine Lizenz ersteigert, darunter auch die schwer angeschlagene Telefonfirma MobilCom. Insgesamt nahm der Staat durch die Auktion rund 50 Milliarden Euro ein.
