Ein Ankick für bwin

BUNDESLIGA.DE
20.08.2006

Der Chef der deutschen Fußball-Bundesliga verteidigt die Zusammenarbeit mit dem Internet-Wettbüro bwin, dem in Deutschland ein Verbot droht.

"Guter, verlässlicher Partner"

Bwin hatte für 20 Millionen Euro jährlich die Auslands-Übertragungsrechte für die Spiele der deutschen Bundesliga erworben.

"Da es sich um Auslandsrechte handelt, also um Rechte in Märkten, die offenbar etwas liberalisierter und fortschrittlicher sind, würde sich auch durch ein Verbot nichts ändern. Bwin ist ein guter, verlässlicher Partner. Im Übrigen haben wir den Vertrag mit der Zentrale in Österreich geschlossen", sagte Christian Seifert, der Geschäftsführer der Bundesliga.

Eine Million Neukunden

Der Inhaber der Hauptausstrahlungsrechte, Arena, wird schon bald den einmillionsten Kunden begrüßen

"Es wird nicht mehr lange dauern, bis Arena eine siebenstellige Kundenzahl verkünden wird", sagte Seifert zum Nachrichtenmagazin "Focus".

Etwas Kleingeld

Seifert hält es "technisch und inhaltlich für möglich", in Zukunft einen eigenen TV-Kanal zu starten: "Nicht nur, weil wir die Liga vermarkten, sondern weil wir durchaus eigenes Programm produzieren." Das Geld könnte sich die Liga über Private-Equity-Fonds besorgen.

Auf diesem Weg hat sich auch Arena das nötige Kleingeld besorgt, um etwa für die Übertragungsrechte mehr als 200 Millionen Euro hinzublättern.

(DPA)