18.09.2002

ÖSTERREICH

Bildquelle: publicis

Gleicher Werber für T-Mobile und Mobilkom

Ein maßgeblicher heimischer Werbe-Etat, jener des zweitgrößten heimischen Mobilfunkers T-Mobile, wechselt mit Jahresende von der Agentur Lowe GGK zu Publicis.

Grund für den Wechsel ist, dass man "sich im Konzern auf eine internationale Linie geeinigt habe".

Die internationale Werbeagentur Saatchi & Saatchi [die T-Mobile in Deutschland betreut] ist in Österreich aber nicht in Frage gekommen, da Saatchi & Saatchi Austria den Konkurrenten Mobilkom bewirbt.

Stattdessen hat man sich daher für die österreichische Publicis entschieden - die allerdings wie Saatchi & Saatchi ein Unternehmen der internationalen Publicis Group ist.

Erfolgreiche Migration

Das Etat-Volumen wollte Radinger nicht beziffern. Das Nachrichtenmagazin "profil" sprach aber zuletzt von einem 20 Millionen Euro-Posten bei Lowe GKK. Darin enthalten sind allerdings auch hohe Werbekosten für den größten Markenwechsel Österreichs, der im Mai dieses Jahres über die Bühne ging.

Künftig will T-Mobile aber mit bescheideneren Ausgaben das Auslangen finden. Nächstes Jahr wolle man wieder zur "Normalität" zurückkehren, betonte Radinger: "Gott sei Dank müssen wir nicht jedes Jahr so eine schwierige Markenmigration vollziehen."

Insgesamt ist der Wechsel von max zu T-Mobile mit Lowe GGK laut Radinger aber erfolgreich verlaufen: "Netto haben wir mit weniger als 1,5 Prozent die geringste Kundenabwanderungsrate in der Geschichte des Unternehmens".

Insgesamt sei die Kundenzahl sogar im Steigen: "Wir wachsen über unserem Marktanteil von derzeit 33 Prozent", so der T-Mobile-Geschäftsführer. Da der Gesamtmarkt aber kaum noch wachse, bewege sich auch bei T-Mobile der Kundenzuwachs nur in "homöopathischen Dimensionen".