Neues SuSE Linux ohne StarOffice
Der Nürnberger Distributor SuSE Linux verbannt StarOffice 6.0 von Sun Microsystems aus seinem neuen Programmpaket.
Stattdessen wird in SuSE Linux 8.1 die freie OpenOffice-Alternative beiliegen. Gegenüber dem US-Online-Magazin "eWeek" gab Holger Dyroff von SuSE USA an, dass Kostengründe den Ausschlag für die Entscheidung gegeben hätten.
"Unsere Kunden wollen ein lizenzfreies Open-Source-basiertes Produkt, an Support von Sun sind sie nicht interessiert." Linux-Distributor Red Hat hatte unlängst die gleiche Entscheidung getroffen und den Schritt weiterhin damit gegründet, das Teile der Office-Anwendungen nicht mehr Open-Source seien.
SuSE Linux 8.1 kommt am 30.9.
Ab 30. September kommt SuSE Linux 8.1 in den Handel. SuSEs
zentraler Systemassistent YaST2 soll laut Hersteller sogar
Linux-Einsteigern die Installation in weniger als 30 Minuten
ermöglichen. Die aktualisierte Hardware-Unterstützung kann jetzt
USB-2.0- und Firewire-Geräte selbstständig einbinden.
SuSEAutomatische Einrichtung von Drucker, Sound- und TV-Karten
Drucker, Sound- und TV-Karten werden ebenfalls bereits während der Installation automatisch eingerichtet. Für die Konfiguration spezieller Hardware - beispielsweise von Joysticks - stellt YaST2 nun ein eigenes Modul zur Verfügung.
Mit dem neuen Systemprofil-Manager SCPM lassen sich mehrere Konfigurationen verwalten.
WEP-Verschlüsselung für WLANs
Auch den Wireless-LAN-Support, der nun über YaST2 zu konfigurieren ist, will man verbessert haben. Die Verschlüsselung der Datenströme im Wireless-LAN erfolgt mit WEP [Wired Equivalent Privacy].
KDE 3.03 und Gnome 2.0
Weitere Sicherheitstools: Die erweiterte SuSE Firewall 2, ein Kryptofile-System, welches die Daten von Laptops und Festplatten auch bei Diebstahl schützt, sowie GNU Privacy Guard [GPG-Verschlüsselung].
Bei den Benutzeroberflächen stehen KDE 3.0.3 und das neue Gnome 2.0 zur Auswahl. Mit Kernel 2.4.19 und gcc 3.2 liefert SuSE den letzten Stand der Linux-Technologie.
SuSE Linux 8.1 Personal kostet 49,90 Euro.
