17.09.2002

FORSCHUNG

AES-Verschlüsselung teilweise geknackt

Der Kryptographie-Experte Bruce Schneier hat in seinem Crypto-Gram-Newsletter mitgeteilt, dass die Verschlüsselungsverfahren nach Rijndael [Advanced Encryption Standard, AES] und Serpent möglicherweise nicht mehr sicher sind.

Noch Theorie

Courtois und Pieprzyk, die Entdecker der möglichen Schwachstelle, benutzten zwar innovative mathematische Verfahren, allerdings erfolgte der Angriff auf eine vereinfachte Version des Verschlüsselungsalgorithmus.

Außerdem entsprachen die Versuchsbedingungen kaum den Gegebenheiten in der Praxis. Es handelte sich um einen Klartextangriff, das heißt, es mussten große Teile des zu entschlüsselnden Dokumentes bekannt sein.

Erstaunlicherweise war der Angriff beim Serpent-Algorithmus einfacher, obwohl Serpent konventioneller entworfen wurde und allgemein als sicherer gilt.