16.09.2002

SPIEL & KRITIK

Bildquelle: Tecmo

Ein Horrorhaus auf Japanisch

Freunde des Genres "Survival-Horror-Game" bekommen Nachschub. "Project Zero" [PZ] ist ein Game im Stil von Silent Hill mit ausreichend Gruselfaktor.

Das Spiel basiert auf einer realen Geschichte aus Japan, bei der Menschen nach blutigen Ritualen gefoltert wurden. Besitzer schwacher Nerven sollten sich wappnen.

Mit einer Kamera Geister schießen

Die Verwandtschaft mit Silent Hill ist dem Spiel deutlich anzumerken, wenn PZ auch ein sehr japanisches Spiel ist. Der Spieler tappt, nur mit einer Taschenlampe und einer speziellen Polaroidkamera bewaffnet, durch ein dunkles Haus, muss Rätsel lösen und dem grausigen Geheimnis auf die Spur kommen.

Diesmal allerdings sucht ein Mädchen, Miku, seinen Bruder, der bei seinen Recherchen nach mysteriösen Mordfällen in dem dunklen Haus verschwunden ist.

Dabei begegnet sie zahlreichen Geistern, die sie mit ihrer Kamera ablichten muss. Je mehr Geister so gefangen werden, umso mehr kann die Kamera mit den "erschossenen" Punkten aufgerüstet werden. Ihr sechster Sinn und ihre Visionen helfen ihr beim Aufspüren der Geister.

Akkurate Grafik japanischer Abstammung

Die Grafik ist, soweit durch die eingeschränkte [weil fixe] Sicht des Third-Person-Modus und die gespenstische Beleuchtung der Taschenlampe sichtbar, akkurat. Die Videosequenzen sind grobkörnig und in Schwarz-Weiß gehalten, um an klassische Horrorfilme zu erinnern.

Die Umgebung und Miku sind in 3D-Echtzeit gestaltet, die Spielfigur zeichnet sich durch keine besondern Auffälligkeiten aus. Nur wenn sie schnell läuft, merkt man ihr die japanische Abstammung an, mal abgesehen von den Gesichtszügen.

Die Steuerung ist anfangs gewöhnungsbedürftig, nicht immer lässt sich Miku anstandlos durch eine Türe lenken. Sobald der Kameramodus eingelegt ist, gibt es Zusatzmoves wie 180-Grad-Turns.

Zehn Stunden - oder mehr?

Für die US-Version des Spiels veranschlagt Entwickler Tecmo zehn Stunden, um es durchzuspielen. Danach sollen zusätzliche Optionen zur Verfügung stehen, wie zum Beispiel Battle Mode.

Die europäische Version ist Englisch mit deutschen Untertiteln, die allerdings nicht optional sind.