Streit um "Moorhuhn" beendet
Das "Moorhuhn" darf wieder für den wegen frisierter Bilanzen in Turbulenzen geratenen Bochumer Software-Hersteller Phenomedia AG fliegen.
Der Erfinder der vor allem über Computerspiele bekannt gewordenen Figur, der Grafiker Ingo Mesche, und das Unternehmen legten ihren Lizenzstreit außergerichtlich bei.
Mesche hatte den Lizenzvertrag vor zwei Monaten mit sofortiger Wirkung gekündigt. Dagegen hatte Phenomedia die Rechte am Moorhuhn für sich reklamiert.
Phenomedia beansprucht "Moorhuhn"-RechteHuhn fliegt für Pleitefirma
Mit der außergerichtlichen Einigung ist die weitere Vermarktung der Figur für Phenomedia garantiert. Schon in wenigen Wochen will Phenomedia neue Spielideen mit dem Moorhuhn veröffentlichen.
Für die am Neuen Markt notierte Phenomedia begann Anfang August das Insolvenzverfahren, nachdem das Unternehmen im Mai zahlungsunfähig geworden war.
Phenomedia räumte ein, dass der Jahresabschluss 2001 mit falschen Zahlen frisiert worden sei. Unter anderem wurden nicht-existente Umsätze und Forderungen in den Jahresabschluss eingebucht.
Im Zusammenhang mit den Bilanzfälschungen mussten Vorstandschef Markus Scheer und Finanzchef Björn Denhard das Unternehmen verlassen.
