VAT begrüßt neue Netzentgelte
Die Telekom-Regulierungsbehörde hat vor kurzem die neuen Zusammenschaltungsentgelte der Telekom Austria bekannt gegeben.
Laut der TA hat die Behörde dabei "erneut die betriebswirtschaftlichen Kosten von Telekom Austria nicht anerkannt und die Entgelte für die Zusammen-schaltung der Netze um durchschnittlich 4,8 Prozent gesenkt".
Für den VAT [Verband alternativer Telekom-Netzbetreiber] ist die Senkung dagegen "die notwendige Annäherung an den europäischen Durchschnitt". Für den Bereich der Freizeittarife wurde vom VAT jedoch eine größere Reduzierung erwartet.
Die TA will gegen diese Entscheidung Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof und beim Verfassungsgerichtshof einlegen.
TA protestiert gegen neue NetzentgelteEntgegnung
Die TA vermischt in ihrer Kritik laut dem VAT "stets zwei Dinge, die nichts miteinander zu tun haben":
IC-Entgelte [Interconnection] betreffen demnach das Kernnetz [das Netz zwischen den Vermittlungsstellen]. Die von der TA erwähnten Investitionen in alternative Infrastruktur [etwa Funkanbindung] betreffen laut VAT aber das Zugangsnetz [die "letzte Meile", also die Anbindung des Endverbrauchers].
"Es gibt daher keinen Zusammenhang zwischen der Höhe der IC-Entgelte und Infrastrukturinvestitionen im Zugangsnetz. Das Gesetz verbietet sogar, einen solchen Zusammenhang herzustellen. Falsche Argumente werden durch Wiederholung nicht besser", meinte VAT-Präsident Jorgen Bang-Jensen.
