"Nigeria-Connection" spamt Österreich
"Computer-Experten" des österreichischen Bundeskriminalamtes [BK] warnen vor einem regelrechten "Boom beim Gebührenschwindel via Internet".
So genannte "Fee-Frauder" würden mittlerweile heimische PCs mit ihren E-Mails regelrecht überschwemmen, so die Fachleute. In Österreich seien es mehr als 80.000 Nutzer, die oft mehrmals täglich Mails von organisierten Täterbanden bekommen, erklärt auch der Linzer Computerviren- und "Anti-Hacking-Spezialist" Christian Schmid.
Der angewandte Trick ist international unter dem Namen "Nigeria-Connection" bekannt.
Die "Fee Frauder" - vorwiegend "nigerianische Banden" - würden, so Schmid, fast immer nach einem ähnlichem Muster vorgehen: Sie senden an potenzielle Opfer auf den ersten Blick harmlos erscheinende E-Mails aus und stellen sich als wichtige Regierungsmitglieder vor, die einen hohen Geldbetrag in Aussicht hätten und für sich geltend machen könnten. Dies sei aber nur durch die Mithilfe eines Ausländers möglich.
"Nigeria-Connection" findet Online-OpferDurchsichtige Masche
Antwortet das Opfer auf das Schreiben, werden von den "Fee Fraudern" zumeist über Scheinfirmen - oft unter Benutzung von Logos bestimmter Ministerien, Banken und anderer wichtiger Handelsgesellschaften - entweder per Mail, Fax oder auch per Post weitere "Verhandlungen" mit dem Opfer geführt.
"Nach einigen Scheinverhandlungen werden die Interessenten zu einem Treffen - etwa in New York - eingeladen, vorher wird aber gebeten, einen bestimmten Geldbetrag zu überweisen, damit abschließende Transfers laufen können", erklärt der Linzer "Computer-Spezialist". Irgendwann beginnt das Opfer mit seinen Zahlungen, von den Provisionen oder anderen versprochenen Gewinnen aus den Geschäften sieht es aber nie etwas.
Wird man regelrecht "bombardiert" mit solchen "Fee-Frauder"-Angeboten, sollte man sich umgehend an die Sicherheitsbehörden wenden, so Schmid.
