13.09.2002

BAUERNFÄNGER

Bildquelle: orf on

"Nigeria-Connection" spamt Österreich

"Computer-Experten" des österreichischen Bundeskriminalamtes [BK] warnen vor einem regelrechten "Boom beim Gebührenschwindel via Internet".

So genannte "Fee-Frauder" würden mittlerweile heimische PCs mit ihren E-Mails regelrecht überschwemmen, so die Fachleute. In Österreich seien es mehr als 80.000 Nutzer, die oft mehrmals täglich Mails von organisierten Täterbanden bekommen, erklärt auch der Linzer Computerviren- und "Anti-Hacking-Spezialist" Christian Schmid.

Der angewandte Trick ist international unter dem Namen "Nigeria-Connection" bekannt.

Durchsichtige Masche

Antwortet das Opfer auf das Schreiben, werden von den "Fee Fraudern" zumeist über Scheinfirmen - oft unter Benutzung von Logos bestimmter Ministerien, Banken und anderer wichtiger Handelsgesellschaften - entweder per Mail, Fax oder auch per Post weitere "Verhandlungen" mit dem Opfer geführt.

"Nach einigen Scheinverhandlungen werden die Interessenten zu einem Treffen - etwa in New York - eingeladen, vorher wird aber gebeten, einen bestimmten Geldbetrag zu überweisen, damit abschließende Transfers laufen können", erklärt der Linzer "Computer-Spezialist". Irgendwann beginnt das Opfer mit seinen Zahlungen, von den Provisionen oder anderen versprochenen Gewinnen aus den Geschäften sieht es aber nie etwas.

Wird man regelrecht "bombardiert" mit solchen "Fee-Frauder"-Angeboten, sollte man sich umgehend an die Sicherheitsbehörden wenden, so Schmid.