Rückschläge für Rambus
Beim Intel Developer Forum [IDF] hat der weltgrößte Chip-Hersteller Intel angekündigt, keine Chipsets für Rambus¿ RDRAM mehr zu entwickeln. Der i850E soll der letzte sein.
Damit hat Intel innert zweier Jahre eine Kehrtwende vom der Favorisierung von RDRAM hin zu DDR SDRAM gemacht.
In einer Reaktion hat sich der CEO von Rambus, Steve Tobak, zwar optimistisch gezeigt, was die Entwicklung des Marktanteiles seiner Speicherprodukte angeht, doch scheinen die Fakten gegen ihn zu sprechen.
Die Technologien von RambusPatent-Schlamassel
Einerseits ist die Nachfrage nach RDRAM im August zurückgegangen und dürfte auch weiter sinken. Andererseits ist als einziger Chipsatz-Entwickler, der die Rambus-Technologie weiter unterstützen will, SiS verblieben. Und auch SiS will diese Produkte nur für den kleinen Highend-Markt fertigen.
Damit ist der schlechten Nachrichten für Rambus aber nicht genug. In den USA läuft ein Anti-Trust-Verfahren gegen das Unternehmen, weil es die Experten des Standardisierungsgremiums JEDEC bei der Entwicklung des SDRAM-Standards entgegen den bestehenden Regeln beeinflusst haben soll.
Auf diese Weise sollen Technologien in den Standard Eingang gefunden haben, auf die Rambus Patente besitzt - was dem Gremium aber nicht offen gelegt wurde.
Außerdem ist am Donnerstag eine Entscheidung des europäischen Patentamtes bekannt geworden, nach der einige Rambus-Patente in der gegenwärtigen Forum ungültig sind.
Betrugsvorwurf gegen Rambus
Der Vorwurf: Rambus habe das Standardisierungs-Gremium JEDEC
betrogen und sich damit wettbewerbswidrig Vorteile verschafft.
Schaden für Wettbewerb und Verbraucher
