Intershop muss Grundkapital reduzieren
Intershop Communications sieht sich auf Grund von hohen außerplanmäßigen Abschreibungen auf Vermögenswerte zu einer Reduzierung seines Kapitals veranlasst.
Da das Eigenkapital die Hälfte des Grundkapitals unterschritten habe, werde eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, gab Intershop am Mittwochabend in einer Pflichtveröffentlichung bekannt. Geplant sei eine Zusammenlegung von fünf alten gegen eine neue Inhaberstammaktie.
Durch die Maßnahmen sollen die Bilanz des Unternehmens gestärkt und seine finanzielle Flexibilität erhöht werden, hieß es in der Mitteilung weiter. Die ausschließlich in der Holding geplanten Abschreibungen hätten aber keinen Einfluss auf das konsolidierte Konzernergebnis.
Q2 2002: Intershop reduziert Nettoverlust weiterKonsolidierung
In einem äußerst schwierigen Branchenumfeld habe Intershop in den vergangenen Quartalen das operative Geschäft weitgehend neu organisiert und die Kostenstruktur des Unternehmens dem derzeitigen Geschäftsvolumen angepasst, erklärte Finanzvorstand Jürgen Schöttler.
Ende Juli hatte das Unternehmen mitgeteilt, mit der Investmentbank ING Barings einen strategischen Finanzberater gewonnen zu haben. Intershop brauche aber keine fremden Mittel, um im vierten Quartal ein ausgeglichenes operatives Ergebnis zu erzielen, hatte es damals geheißen.
