Siemens-Netzwerker wollen demonstrieren
Bei der Siemens-Netzwerksparte ICN in München stehen 2.600 Entlassungen an. Um es nicht zu offenen Protesten kommen zu lassen, will man die Arbeiter in einer Beschäftigungsgesellschaft parken:
"Das lehnt die Belegschaft ab", erklärte der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende, Leonhard Mayer, am Mittwoch.
Da müsse man auch gar keine Sprachakrobatik betreiben, so Mayer weiter: "Diese Beschäftigungsgesellschaft bringt keine Beschäftigung und ist darum ein Etikettenschwindel. In Wahrheit geht es um Entlassungen, und als Übergang Null-Kurzarbeit für zwölf Monate, getragen vom Arbeitsamt."
ICNWeitere Proteste garantiert
Auf zwei Betriebsversammlungen haben die Arbeitnehmer ihren Unmut dagegen ausgedrückt. Am letzten Samstag machte man einen Infostand in der Innenstadt mit 500 Beteiligten. Gesprochen wird in der Hofmannstraße in München auch über weitere Demonstrationen.
Die IG Metall hat ihre Kritik an den Entlassungen ebenfalls nochmals unterstrichen. Gemeinsam mit dem Siemens-Gesamtbetriebsrat werde man sich gegen diese Pläne zur Wehr setzen.
Der bundesweite Widerstand gegen diese Pläne sei angelaufen und werde noch an Fahrt gewinnen. Ziel sei es, die Arbeitsplätze und die Tarifstandards zu sichern.
