11.09.2002

RESET

Bildquelle: AP

Das Netz nach dem 11. September

Die Anschläge vom 11. September vergangenen Jahres haben die Internet-Nutzungsgewohnheiten der US-Amerikaner nachhaltig verändert.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Pew Internet & American Life.

Demnach befürworten die meisten US-Amerikaner, eventuell für Terroristen hilfreiche Informationen von staatlichen Websites zu entfernen. Mehr als zwei Drittel der Befragten sind der Meinung, dass derartige Infos gelöscht werden sollen, auch wenn der Öffentlichkeit dadurch wichtige Details vorenthalten werden.

Verstärktes Ansteuern von News-Sites

17 Prozent der US-Internet-User haben nach den Anschlägen begonnen, per E-Mail Kontakt zu Verwandten und Freunden wieder aufzunehmen. Die Online-Weiterführung der Kontakte hält bei vier Fünftel davon bis heute an.

Generell haben die US-Internetuser ihr Medium nach den Anschlägen stärker genutzt. Sie benutzen häufiger E-Mail, besuchen öfter Online-Newsdienste, steuern bisweilen Regierungssites an und spenden online.

Pew Internet & American Life hat auch den Content der Sites nach den Anschlägen durchforstet und ist zum Ergebnis gekommen, dass 63 Prozent der Sites Hinweise auf die Anschläge enthielten. Bei 36 Prozent der untersuchten Sites konnte via Link online gespendet werden.