Börsen-Nervösität vor 11. September
Die Nervosität vor dem ersten Jahrestag der Anschläge vom 11. September hat das Geschäft an den US-Börsen am Dienstag geprägt und für Zurückhaltung der Anleger gesorgt.
Im späten Geschäft bauten die Kurse ihre Gewinne leicht aus. Meldungen, wonach die USA am Jahrestag von einer erhöhten Gefahr neuer Anschläge ausgingen, hätten die Unsicherheit der Anleger noch verstärkt, sagten Händler.
Indizes stiegen
Der Dow-Jones-Index stieg zum Handelsschluss um 0,98 Prozent auf
8602,61 Punkte, der technologielastige Nasdaq-Index lag 1,19 Prozent
höher bei 1320,09 Punkten, und der breiter gefasste S&P-Index
notierte mit plus 0,73 Prozent auf 909,58 Zählern.
NasdaqAnschläge befürchtet
Die USA warnten am Vortag des Jahrestags der Anschläge vom 11. September vor Selbstmordanschlägen auf US-Einrichtungen in Nahost. Wegen des hohen Risikos von Attentaten außerhalb des Landes habe die Regierung die zweithöchste Alarmstufe ausgerufen, sagte Justizminister John Ashcroft.
Die New York Stock Exchange [NYSE] will am Mittwoch auf Grund der zahlreichen Gedenkveranstaltungen ihren Handel frühestens um 11.00 Uhr Ortszeit [17.00 Uhr MESZ] beginnen anstatt wie sonst um 09.30 Uhr.
Den Markt gestützt hätten vor allem einige Technologiewerte, wie die Aktien des Chipkonzerns Intel und die des Grafikchip-Herstellers Nvidia, sagten Händler. Die Titel des Chipausrüsters Applied Materials stiegen um rund 6,2 Prozent.
Die Titel des weltgrößten Handy-Herstellers Nokia gaben an den US-Börsen rund 2,2 Prozent auf 13,87 USD nach. Das Unternehmen senkte angesichts der schwachen Nachfrage nach mobiler Netzwerkausrüstung seine Umsatzprognose für das dritte Quartal, hielt die Gewinnerwartungen aber aufrecht.
