11.09.2002

IDF

Serial ATA-II für Server

Die ersten Mainboards mit Serial-ATA sind auf dem Markt. Intel denkt bereits weiter, und will Serial-ATA auch für den Server-Bereich interessant machen.

Bereits auf dem Frühjahrs-IDF [Intel Developer Forum] hat Intel die Formierung der ¿Serial ATA II Working Group bekannt gegeben. Jetzt gibt es weitere Details. Was ¿Intel nun auf dem Herbst-IDF "Serial-ATA-II" nennt, ist eine Erweiterung der Anwendungsbereiche von ¿Serial-ATA für den professionellen Einsatz.

Festplatten-Wechselspiel

Einer dieser Prototypen ist eine Karte für Festplatten mit parallelem ATA, die zwei S-ATA Anschlüsse besitzt. An diese kommt je ein Server. Sind diese Maschinen als Failover-System konfiguriert, etwa durch eine Gigabit-Verbindung nebst passender Software, kann der Datenstrom von den Festplatten nicht mehr abreißen.

Fällt einer der Server aus, übernimmt der andere seine Funktion, die Platine schaltet dann auf den anderen Anschluss um. Durch die schmalen Stecker von S-ATA sind darüber hinaus auch billige PCI-Adapter mit vier Anschlüssen machbar, was die Kosten weiter senkt - IDE-Platten sind ohnehin günstiger als ¿SCSI-Laufwerke.

Die oft kritisierte ¿Zuverlässigkeit von IDE-Platten sieht Intel in der Zukunft wachsen. Die auch als ATA-Drives bezeichneten Festplatten seien nur 1-2 Jahre hinter den SCSI-Laufwerken, war zu hören. So hat Maxtor erst diese Woche Serial-ATA-Festplatten für das erste Quartal 2003 angekündigt, die für den Server-Einsatz optimiert seien.

Neben den Umschalt-Experimenten hat Intel eigenen Angaben zufolge S-ATA auch das "Command Queueing" beigebracht, was bei Random-Zugriffen mindestens 20 Prozent mehr Leistung bringen sollen. Command Queueing ist bei SCSI längst bekannt, bei ATA-Drives aber noch ein Fremdwort. Dafür will Intel nur die Firmware der gezeigten ¿Seagate-Laufwerke modifiziert haben.