10.09.2002

TIMING

Bildquelle: orf.at

FPÖ-Website unter Beschuss

Seit mehr als 36 Stunden wird die Website der FPÖ durch enormen Verkehr in die Knie gezwungen. Seiten werden dadurch unvollständig oder gar nicht angezeigt, teilweise löst sich die Site beim Durchklicken ganz auf.

Wie wir erfahren konnten, trafen heute, Dienstag, um 12.00 Uhr Mittag bis zu 1.000 Requests pro Sekunde ein. Im Zehnminutenschnitt sind es immer noch 40.000, das sei "schon relativ hoch für normalen Datenverkehr", ist aus der FPÖ-Zentrale zu hören.

Wie DDoS funktioniert

Für DDoS-Attacken [Distributed Denial of Service] wird über ungeschützte, fremde Rechner im Netz ein verteilter Angriff gefahren, der von gewöhnlichen Seitenaufrufen praktisch nicht zu unterscheiden ist.

Von gehackten Maschinen [deren Besitzer daher oft ahnungslos sind] an schnellen Leitungen irgendwo im Netz werden automatisiert Pages gleichzeitig abgerufen, bis der attackierte Server in die Knie gezwungen wird.

Der DDoS-Angreifer aber sitzt unsichtbar hinter wenigstens zwei anderen, fremden Rechnern - meist schlecht geschützten Proxys - und steuert den Angriff.

Die Probleme der FPÖ-Website passen genau in dieses Bild. Wurde die Site komplett vom Netz genommen, hörten die Attacken auf und fingen wieder an, sobald die IP-Adresse wieder zu erreichen war.