Nokia mit Umsatzwarnung
Nokia hat angesichts der schwachen Nachfrage nach mobiler Netzwerkausrüstung seine Umsatzprognose für das dritte Quartal gesenkt. Gestützt von der Markteinführung neuer Handymodelle, halte das Unternehmen seine Gewinnerwartungen aber aufrecht, teilte der Konzern am Dienstag mit.
Der finnische Konzern, der im Durchschnitt eines von weltweit drei verkauften Handys herstellt, leidet ebenso wie seine Konkurrenten Motorola und Ericsson an der weltweit schleppenden Nachfrage nach Mobilfunkgeräten.
Nokia-Aktien verloren im Handelsverlauf zeitweise 1,7 Prozent, pendelten sich aber später wieder um ihren Vortagesschlusskurs von 14,16 Euro ein. Der endgültige Quartalsbericht steht für den 17. Oktober an. Nokia hatte seine Umsatzprognose für das zweite Halbjahr bereits erheblich gesenkt.
Nokia senkt UmsatzprognoseSchwachstelle Netzwerk-Sparte
Für das dritte Quartal 2002 erwartet der finnische Konzern nunmehr einen Netto-Umsatz von 7,1 bis 7,4 Milliarden Euro. Zuvor war das Unternehmen noch von einem Umsatz in einer Spanne von 7,2 bis 7,6 Milliarden Euro ausgegangen. Im dritten Quartal 2001 erzielte Nokia einen Umsatz von 7,05 Milliarden Euro.
Mit einem erwarteten Umsatzeinbruch von fünf Prozent im Jahresvergleich stellt die Netzwerk-Sparte die Schwachstelle des Unternehmens dar. Weltweit leidet die Branche unter einem Stillstand der Investitionsausgaben für Netzwerk-Ausrüstung in der Telekomindustrie.
Die Prognose über einen Gewinn je Aktie von 0,15 bis 0,17 Euro hielt Nokia unterdessen bei und begründete dies mit der Rekordzahl neu eingeführter Modelle, darunter auch Handys mit Farbbildschirmen oder integrierten Fotoapparaten. Zudem zeigten Sparmaßnahmen wie Kündigungen und Auslagerungen von Unternehmensbereichen erste Erfolge.
