Konvergenz, GHz und Rezession
Intel will noch in diesem Jahr die ersten Prozessoren mit einer Taktrate von drei GHz für Heimcomputer auf den Markt bringen, kündigte Intel-Manager Paul Otellini auf dem Intel-Entwicklerforum IDF in San Jose an.
Mit Hilfe von "Hyperthreading" simuliert der Chip zwei Prozessoren. Er soll auf handelsüblichen PCs rund 25 Prozent mehr Leistung erbringen.
Der Chiphersteller will sich laut Otellini zudem auf die Konvergenz verschiedener Rechner und mobiler Geräte konzentrieren. Die Grenzen zwischen Kommunikations- und Computerindustrie würden verschwimmen.
"Wir sind auf der Schwelle, neue Technologien zu entwickeln, die es allen Rechnern ermöglicht, zu kommunizieren und allen Kommunikationsgeräten ermöglicht, zu rechnen." Das herkömmliche Silizium als Baumaterial der Computerchips werde auch bei dieser Entwicklung die "Lokomotive" sein.
P4-Nachfolger mit HyperthreadingSchwache Aussichten
Der Absatz von PCs bleibt nach Worten des Intel-Präsidenten weiterhin schwach. Eine Erholung sei unwahrscheinlich, bis sich das Verbrauchervertrauen verbessert habe, erklärte Otellini. Der PC-Markt habe keine Anzeichen der Belebung gezeigt.
"Der US-Markt leidet immer noch unter einer Reihe von Sorgen", sagte Otellini mit Hinweis auf Arbeitsplatzunsicherheit, schwache Aktienmärkte und den bevorstehenden Jahrestag der Anschläge vom 11. September.
Lediglich die Umsätze in der Asien-Pazifik-Region hätten das Geschäft während des Abschwungs vorangetrieben und würden dies wohl auch weiterhin tun. Eine Prognose für das Weihnachtsgeschäft könne er noch nicht abgeben, sagte Otellini weiter.
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