10.09.2002

MIT PLATTEN

Bildquelle: ORF.at

Neuer Linux-Videorecorder von Sony

Ein neues Sony-Produkt dürfte viele Herzen höher schlagen lassen: Der CSV-E77 ist ein mit einem Linux-Betriebssystem ausgestatteter digitaler Videorecorder, der auch über einen Netzwerkanschluss verfügt.

Die Festplatte fasst 160 GB [Rotationsgeschwindigkeit 5.400 u/min]. Dank einem Erweiterungsschacht kann eine zweite Festplatte eingebaut werden.

Der Verkaufsstart in Japan ist, rechtzeitig für das Weihnachtsgeschäft, der 1. November. Allerdings dürfte der Preis so manche geflügelte Jahresendfigur vom Kauf vorerst Abstand nehmen lassen: Umgerechnet mehr als 1.100 Euro beträgt der japanische Preis.

COnnected COmmunity On Network

Sony arbeitet an der Entwicklung einer ganzen Reihe von Produkten, die rund um die Uhr online sein sollen. Diese werden allesamt unter der "CoCoon"-Brand vertrieben werden, wobei diese Wortkombination für "COnnected COmmunity On Network" steht.

Konkret wird derzeit an einem kombinierten DVD&Festplatten-Videorecorder gearbeitet, sowie an einer Art Musikserver. Prototypen dieser Geräte werden möglicherweise schon bei der "Sony Dream World 2002" Mitte September in Yokohama gezeigt werden.

Von dem jetzt vorgestellten CSV-E77 [Gewicht rund 6,5 kg] plant Sony jedenfalls rund 5.000 bis 6.000 Stück monatlich abzusetzen

Fernsteuerung in neuer Dimension

Ein Kernelement des neuen Geräts, das mit einer 350-MHz-MIPS-CPU betrieben wird, ist die Möglichkeit, es über das Internet zu programmieren. Dies ermöglicht der eingebaute Netzwerkanschluss [10Base-T].

Zur erhöhten Wohnzimmertauglichkeit hat Sony bei der Konstruktion großen Wert darauf gelegt, dass der Recorder möglichst wenig Lärm produziert. Zwar wurde ein Ventilator eingebaut, dieser soll jedoch nur dann in Betrieb gehen, wenn es ungewöhnlich heiß oder eine zweite Festplatte eingebaut ist.

Ansonsten wird die Geräuschentwicklung mit 20 dB[A] angegeben, was in etwa "raschelnden Blättern" entspricht