09.09.2002

PASSIVA

Bildquelle: ORF.at

Cybertron mit 82,7 Mio. Euro Schulden

Ob dem insolventen Wiener Telekombetreiber Cybertron ein Ausgleich gelingt, dürfte auch nach der morgigen Ausgleichstagsatzung vorerst offen bleiben.

"Nach menschlichem Ermessen wird es morgen zu keiner Abstimmung kommen", sagte Cybertron-Anwalt Karl Engelhardt Montagnachmittag zur Austria Presse Agentur.

Die Gläubiger hätten zuletzt eine Aufbesserung der gebotenen Mindestquote von 40 Prozent verlangt. Darüber - so Engelhardt - werde am Dienstag zu diskutieren sein.

Anschlusskonkurs möglich

Genau dies könnte laut Beobachtern zum Stolperstein für Cybertron werden und damit zu einem Anschlusskonkurs führen. Eine Entscheidung zum Ausgleich selbst, wie immer sie ausfallen mag, erwartet Engelhardt "noch im September".

Nach bisherigen Angaben des Kreditschutzverbands von 1870 [KSV] sind 460 Gläubiger von der Insolvenz betroffen. In dem von Schulyok erstellten Status stehen Passiva von 82,7 Mio. Euro, die von den Gläubigern als Forderungen angemeldet wurden [Cybertron hatte in seinem Insolvenzantrag von knapp 61 Mio. Euro gesprochen], Aktiva von 8,3 Mio. Euro gegenüber.

Der TA schuldet Cybertron 5,5 Mio. Euro, doch könnte diese auf die Forderung verzichten.

Forderungen von Yline und Cisco

Auch die von der insolventen Softwarefirma Yline, der "Kronen Zeitung" und dem US-Netzwerkausrüster Cisco geltend gemachten Ansprüche dürften nach Einschätzung von Schulyok "nicht zu Recht bestehen" und sollen nun bestritten werden.