Ein Handy auf einem Chip
Texas Instruments verfolgt ein ehrgeiziges Ziel: bis 2004 soll die gesamte Elektronik eines GSM-Handys auf einem einzigen Chip Platz finden.
Der Elektronikgigant Texas Instruments [TI] ist Spezialist für drahtlose und eingebettete [embedded] Systeme. TI hat es bereits geschafft, alle digitalen und analogen Funktion der drahtlosen Übertragungstechnologie Bluetooth in einem einzigen Chip, dem BRF6100, zu vereinen.
Disziplin bei der Entwicklung
TI will die selben Prozeduren anwenden, um ein Single-Chip-Handy
zu entwickeln. "Wir sind von fünf Komponenten abhängig:
Stromverbrauch, Kosten, Größe, Gewicht und der Zeit, in der wir das
Produkt auf den Markt bringen können", meint Mike Yonker,
Cheftechniker der Drahtlos-Abteilung von Texas Instruments. "Wenn
man einen der Faktoren ausser acht lässt, steigen die anderen ins
Unermessliche".
Texas InstrumentsGegen Intel, Motorola und Co
TI wetteifert mit Unternehmen wie Intel und Motorola um die Entwicklung der ersten Single-Chip-Technologie für Handys. Auch Cambridge Silicon Radio, ein britisches Startup, ist im Rennen und hat bereits seinen eigenen Bluetooth-Chip entwickelt.
Texas Instruments sieht sich allerdings ganz vorne und verweist auf bereits implementierte Arbeitsschritte. "Unsere Kunden drängen uns, die Single-Chip-Technologie für Handys auf den Markt zu bringen", so Yonker. "Ich habe gehört, Intel will das selbe bis 2008 schaffen. Ich denke, das ist ganz nett, sie haben ja keine Kunden, die auf rasche Lösung drängen. Sie haben bis dato kein einziges GSM-Handy entwickelt".
Intel abgeschlagen
Das Intel-Management hat verkündet, in rund fünf bis sieben Jahren ein Single-Chip-Handy vorzustellen.
Chips werden kleiner
Texas Instruments hat bereits mehrere Entwicklungsschritte abgeschlossen und unter anderem ein Möglichkeit entwickelt, Speicher platz- und stromsparender anzuordnen. 2003 wird Texas Instruments seine Chips in einem 0,09-Mikrometer-Prozess entwickeln. Dadurch können bis zu 400 Millionen Transistoren auf einem Chip Platz finden.
2004 schließlich sollen alle Handy-Komponenten auf einem Chip Platz finden. Einzig der Verstärker wird sich funktionsgemäß außerhalb befinden.
